Plüderhausen

Am Ortsrand von Plüderhausen sollen fast 250 neue Wohnungen entstehen

Plü_Hohrain-Gländ
Am westlichen Ortsrand Richtung Plüderhausen soll ein neues Wohngebiet entstehen. © Gabriel Habermann

Am Westrand von Plüderhausen ist ein neues Wohngebiet geplant. Der Gemeinderat hat jetzt dem städtebaulichen Entwurf zugestimmt und beschlossen, in einem nächsten Schritt, die Öffentlichkeit zu beteiligen.

Damit tritt das seit mehreren Jahren laufende Verfahren in eine nächste Stufe. Denn dass an dieser Stelle ein Wohngebiet entstehen soll, das hat der Plüderhäuser Gemeinderat im Grundsatz bereits Ende 2016 beschlossen.

Vor zweieinhalb Jahren setzte das Gremium dann mit der Aufstellung des Bebauungsplans den Startschuss. Knapp zwei Jahre ist es her, dass der Gemeinderat auch dem Erschließungsvertrag zustimmte und eine Umlegungsvereinbarung beschloss. Aufgrund der Corona-Pandemie und einer längere Zeit angespannten Personalsituation im Bauamt verzögerte sich das Verfahren dann aber.

Mit den meisten Eigentümern ist man sich einig geworden

In den letzten Monaten hat das Thema aber wieder an Fahrt gewonnen. „Die Gespräche im Vorfeld entwickeln sich sehr positiv“, sagte Bürgermeister Andreas Schaffer im Gemeinderat. Mit den meisten Eigentümern des Baugrunds (es sind rund hundert an der Zahl) sei man inzwischen einig geworden. „Wir gehen davon aus, dass wir diese in den nächsten Wochen abschließen können.“ Basis der Gespräche ist der städtebauliche Entwurf des Büros ARP.

Geplant sind in einem ersten Bauabschnitt rund 243 Wohneinheiten, davon 64 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern, außerdem zwei Doppelhäuser, 27 Reihen- und Kettenhäuser sowie weitere Mehrfamilienhäuser. Das Gebiet umfasst eine Fläche von rund acht Hektar, die Bereiche für Zufahrt und Regenrückhaltung miteingeschlossen.

Kinderhaus vorgesehen im neuen Wohngebiet

Stand jetzt ist am Westrand außerdem eine Kindertagesstätte geplant. Noch ist dies jedoch nicht definitiv entschieden. Denn alternativ könnte auch die Schlossgartenschule zu einem Kinderhaus umgebaut werden. Dazu müssten die Klassen aber zunächst ans Hohbergschulzentrum verlegt werden. Der Gemeinderat will darüber am 4. März entscheiden. Die SPD-Fraktion will indes einen Bürgerentscheid über die Frage herbeiführen. Es ist also in dieser Hinsicht noch vieles offen.

Silvan Vollmar (FW-FD) bezeichnete den städtebaulichen Entwurf mit seiner Mischung aus Geschosswohnungsbau und kleinerer Bebauung als „sehr gelungen“. Er regte jedoch an, das momentan zweigeschossig geplante Kinderhaus zu einem dreigeschossigen Gebäude umzuplanen und eine Wohnbebauung mit aufzunehmen für den Fall, dass die Schulzusammenlegung kommen sollte.

„Genau das wollten wir heute nicht beraten“, sagte Bürgermeister Schaffer, „das sind aber sinnvolle Anregungen für das weitere Bebauungsplan-Verfahren.“ Bauamtsleiter Ludwig Kern ergänzte: „Wir machen diese Runde im Verfahren nicht zuletzt, um Feedback vom Landratsamt zu bekommen. Ihre Anregungen können wir dann anbringen.“

Klaus Harald Kelemen könnte sich das Kinderhaus gar als fünfstöckigen Solitär vorstellen. Der SPD-Rat gab jedoch zu bedenken, dass der Grundstückserwerb ja noch gar nicht abgeschlossen sei. „Mir sind drei Familien bekannt, die sich bockbeinig wehren.“ Was, wenn sich die Gespräche deshalb noch ein Jahr hinziehen? Würde das die Gemeinde zusätzliches Geld kosten?

„Wir produzieren damit keine zusätzlichen Planungskosten, bekommen aber Feedback“, stellte Bauamtsleiter Kern klar.

Die Erschließung von Hohrain-Gländ soll 2022 beginnen

„Wir haben A gesagt zu dem Plan, jetzt müssen wir auch B sagen“, fasste Erich Wägner (GLU) die Mehrheitsmeinung des Gremiums schließlich kurz zusammen.

Bei einer Gegenstimme (Carlo Fritz, FW-FD) und einer Enthaltung (Reiner Schiek, CDU) erteilte das Gremium dem Entwurf dann seine Zustimmung. Er wird vom 12. Februar bis zum 15. März öffentlich im Rathaus ausgelegt sowie auf der Homepage der Gemeinde präsentiert. Zum neuen Baugebiet ist auch eine Informationsveranstaltung geplant.

Die Verwaltung, so Schaffer, werde jetzt versuchen, zunächst mit allen Beteiligten einen Erschließungsplan zu erstellen – „und dann gehen wir in das Bebauungsplan-Verfahren.“ Dann werden die Details festgelegt. Die Erschließung soll im kommenden Jahr beginnen. Im Investitionsplan ist das Projekt mit Kosten in Höhe von insgesamt 8,4 Millionen Euro veranschlagt. Die Gemeinde rechnet mit Verkaufserlösen von gut 12 Millionen Euro.

Am Westrand von Plüderhausen ist ein neues Wohngebiet geplant. Der Gemeinderat hat jetzt dem städtebaulichen Entwurf zugestimmt und beschlossen, in einem nächsten Schritt, die Öffentlichkeit zu beteiligen.

Damit tritt das seit mehreren Jahren laufende Verfahren in eine nächste Stufe. Denn dass an dieser Stelle ein Wohngebiet entstehen soll, das hat der Plüderhäuser Gemeinderat im Grundsatz bereits Ende 2016 beschlossen.

Vor zweieinhalb Jahren setzte das Gremium dann mit der

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