Plüderhausen

Auf welche Regeln Gäste derzeit beim Besuch am Plüderhäuser See achten müssen

Badesee Plüderhausen
Badegäste genießen das gute Wetter am Plüderhäuser See. © Gabriel Habermann

Nach einem verregneten Mai freuen sich sicher viele Menschen über das aktuell sonnige Wetter. Lange anhalten wird es wohl erst einmal nicht, trotzdem starten viele Freibäder diese Woche endlich in die Saison. Etwas Abwechslung und der Sprung ins kühle Nass sind aber natürlich auch an vielen Seen möglich. Ist dafür wie im Freibad ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine Genesung nötig oder sind die Regeln hier entspannter? Wir haben nachgefragt.

Um den Plüderhäuser See zu besuchen, müssen Gäste keine bestimmten Nachweise erbringen. „Das ist ein öffentliches Gelände“, gibt Ludwig Kern, Leiter des Bauamts bei der Gemeinde, Auskunft. „Wer sich dort aufhält, muss sich an die Corona-Verordnung halten und Abstand zu Personen, die nicht zu seinem Haushalt gehören, wahren.“ Das bedeute aber nicht, dass die Gemeinde überhaupt kein Auge aufs Geschehen habe.

Bei zu vielen Personen wird der Zugang zum Gelände unterbunden

„Es gibt keine bestimmte Höchstzahl an Personen, aber wenn wir von ordnungsamtlicher Seite sehen, dass sich die Regeln nicht mehr einhalten lassen, dann behalten wir uns vor, das Gelände abzuriegeln, bis wieder einige Erholungssuchende heim- oder weitergegangen sind“, so Kern. Als die Menschen dieses Frühjahr am Muttertag, also am 9. Mai, bei besonders schönem Wetter an den See strömten, mussten die Gemeindemitarbeiter den Zugang zum Gelände nachmittags zum Beispiel für eineinhalb Stunden unterbinden, weil es dort zu eng wurde.

Das Gelände um den See ist aber so weitläufig, dass Ludwig Kern momentan nicht damit rechnet, dass so etwas häufiger geschehen muss. „Primär ist es die Eigenverantwortung der Erholungssuchenden, dass sie sich vom Gelände fernhalten, wenn sie in die Gefahr kommen, dass sie die Corona-Verordnung nicht einhalten können“, sagt er. Der Besuch am Plüderhäuser See unterscheide sich rechtlich vom Freibad-Besuch und sei so auch anders zu behandeln.

Wasserqualität ist bis jetzt gut

Und wie sieht es dieses Jahr mit der Wasserqualität aus? Im vergangenen Jahr sorgten Blaualgen zeitweise für ein Badeverbot in dem Gewässer. Es handelte sich dabei um Cyanobakterien, deren Stoffwechselprodukt Microcystin bei hoher Konzentration gesundheitsschädlich sein kann. Warum sie gerade in Plüderhausen so hartnäckig für Ärger sorgten, ist noch immer unklar, inzwischen wird der Blaualgen-Befall aber wissenschaftlich untersucht: Eine Masterandin des Studiengangs Umweltschutz an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen beschäftigt sich im Rahmen ihrer Abschlussarbeit mit dem Thema.

Momentan bestehen aber zum Glück keine Probleme mit den Blaualgen. „Die Wasserqualität ist gut“, so Ludwig Kern. „Wir sind dankbar für die Niederschläge, die wir bekommen haben.“ Momentan sei zudem etwas mehr Wasser im See. Es habe dieses Jahr auch schon eine Badewasserkontrolle durch das Gesundheitsamt stattgefunden. Das Ergebnis hängt am Umkleidegebäude aus. „Bis jetzt sieht’s gut aus“, kann Ludwig Kern sagen. „Wir hoffen, dass es so bleibt.“

Auch am Waldhäuser See keine Tests notwendig

Nicht weit vom Plüderhäuser See befindet sich der Waldhäuser See. „Es handelt sich um einen Baggersee, der aktiv vom Hege- und Fischereiverein gepflegt und beangelt wird. Daher gibt es auch keine Badeaufsicht oder einen Zugang wie bei einem Freibad“, gibt die Lorcher Bürgermeisterin Marita Funk Auskunft. „Wir haben in den Sommermonaten für die Wochenenden, wenn sie warm sind, einen privaten Securitydienst beauftragt, der stichprobenhaft am Vormittag und Nachmittag die Parksituation sowie die Corona-Regelungen kontrolliert.“ Unter der Woche erfolgen Stichproben durch die Gemeindevollzugsbediensteten. „Am See gelten die landesweiten Regelungen zum Thema Gruppenbildung und Abstand“, so Funk. Weil die Parkmöglichkeiten am See begrenzt sind, weist sie vorsorglich auf den großen Parkplatz an der Remstalhalle hin. „Der See ist innerhalb kürzester Zeit zu Fuß zu erreichen.“

Nach einem verregneten Mai freuen sich sicher viele Menschen über das aktuell sonnige Wetter. Lange anhalten wird es wohl erst einmal nicht, trotzdem starten viele Freibäder diese Woche endlich in die Saison. Etwas Abwechslung und der Sprung ins kühle Nass sind aber natürlich auch an vielen Seen möglich. Ist dafür wie im Freibad ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine Genesung nötig oder sind die Regeln hier entspannter? Wir haben

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