Plüderhausen

Der Plüderhäuser Badesee ist die einzige Badestelle in Baden-Württemberg mit zu hoher Blaualgen-Konzentration

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Symbolbild. © ZVW/Gülay Alparslan

Stuttgart (dpa/lsw) - Die 316 offiziellen Badestellen im Südwesten bleiben bislang von Blaualgen weitgehend verschont. An acht Orten seien die Bakterien nachgewiesen worden, sagte eine Sprechern des Landesgesundheitsamtes. Überschritten wurde der Höchstwert dabei nur am Plüderhausener See im Rems-Murr-Kreis. An drei weiteren Seen riet die Behörde jedoch ebenfalls vom Baden ab: Betroffen waren der Klosterweiher bei Sankt Georgen im Schwarzwald, der Bömbachsee im Kreis Calw und der Neumühlensee Waldenburg im Hohenlohekreis.

Blaualgen sind Bakterien, die sich vor allem bei hohen Wassertemperaturen stark vermehren. Damit belastetes Wasser riecht meist unangenehm nach Ammoniak - also so ähnlich wie faule Eier oder Gülle - und ist trüb und grünlich verfärbt. Auf der Wasseroberfläche können sich Schlieren bilden. Das Schwimmen in diesem Wasser kann Hautreizungen, Übelkeit oder Erbrechen auslösen.

Wie schützt man sich vor Blaualgen?

Die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) gibt auf ihrer Internetseite folgende Ratschläge im Zusammenhang mit Algen- beziehungsweise Cyanobakterien-Belastung von Badegewässern:

  • Bei verringerter Sichttiefe auf Algenmassenwachstum achten.
  • Badestellen mit auftreibenden Algen, blaugrünen Schlieren etc. meiden.
  • Kinder und Tiere in belasteten Wässern nicht baden lassen.
  • Schleimhautkontakt und Verschlucken von belastetem Wasser unbedingt vermeiden, wiederholter Kontakt mit Algentoxinen kann zu einer Ausprägung von Symptomen führen.
  • Treten nach Kontakt mit cyanobakterienhaltigem Wasser (Anm. d. Red: Cyanobakterien ist die korrekte Bezeichnung für Blaualgen) Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen, Durchfall, Fieber, Atemwegserkrankungen oder allergische Reaktionen auf, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.
  • Bestehende Warnhinweise beachten.