Plüderhausen

Feuerwerk beendet fünf tolle Tage

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Höhepunkt und Abschluss am Montagabend: Mit dem traditionellen Feuerwerk sind die Plüderhäuser Festtage zu Ende gegangen. © Benjamin Büttner / ZVW

Fünf tolle Tage liegen hinter Plüderhausen. Mit Blasmusikfestival, Festzug, Party, Familientreff und Feuerwerk, mit Entenrennen, Rock’n’Roll und Vergnügungspark. 25 000 bis 30 000 Besucher haben vorbeigeschaut und mitgefeiert. Und war auch das Wetter bisweilen etwas ungnädig, die Macher der Plüderhäuser Festtage sind sehr zufrieden.

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Wie sind die zurückliegenden Tage aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft der Plüderhäuser Festtage gelaufen? „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Hartmut Bay, beratendes Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Plüderhäuser Festtage und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Da war zum Beispiel das Wetter. „Der Wetterbericht war eher gruselig“, erinnert sich Bay an die Vorhersagen. In Winnenden habe es beim Citytreff geregnet, aber in Plüderhausen sei es doch einigermaßen gut über die Bühne gegangen, beim Festzug hat es entgegen der Vorhersage nicht geregnet. Und der erfahrene Festtage-Mann weiß: „Für unser Fest sind durchwachsene Wetterlagen die besseren.“ Denn wenn das Thermometer 30 oder 32 Grad anzeigt, sind’s im Zelt 35 Grad. Bei zwei Bier gehe man „in die Horizontale“. Aber: „Bei durchwachsenen Wetterlagen läuft das Essen sehr gut.“ Es werde weniger Bier getrunken, dafür lieber ein Glas Wein.

Auf den Frühschoppen wirkt sich das Wetter allerdings aus. Aus seiner Sicht, merkt Bay an, war der am Sonntagmorgen etwas schwächer besucht. „Zum Frühschoppen muss es heiter bis wolkig sein.“

„Wir wurden mit einem Super-Sonntag belohnt“

Vom Frühschoppen abgesehen, meint der langjährige Macher: „Wir wurden mit einem Super-Sonntag belohnt.“ Ein heißer Festzug hätte zur Folge gehabt, dass das Festzelt spärlich besucht gewesen wäre, weil dann die Leute heimgegangen wären. In diesem Jahr war’s aber anders.

Wann war denn während der fünf Tage am meisten los? „Besuchstechnisch war der Montag ein gigantisch besuchter Tag“, zieht Bay Bilanz. Am Sonntagmittag und Samstagabend war auch viel los. „Der Samstag war auch super“, aber es regnete gegen sieben Uhr. Gleichwohl ist der Samstag mit Blick auf die Umsätze der beste Tag, denn die Besucher bleiben dann längere Zeit. Das Blasmusikfestival am Donnerstag erfreute sich ebenfalls regen Interesses. „Gemessen an den anderen Jahren war dieses Blasmusikfestival auch eines der besser besuchten.“

Und auch am letzten Tag der Plüderhäuser Festtage strömten die Gäste herbei. „Der Montag war auch crazy.“ In sehr kurzer Zeit kamen sehr viele Leute. Der Platz habe sich in 30 Minuten gefüllt, berichtet Bay. „Das kriegen Sie nicht weggeschafft. Da muss ich mich auch ein bisschen entschuldigen. Eine Stunde sind wir nicht mehr hinterhergekommen“, räumt Bay ein. „Unser Anspruch ist eigentlich schon ein bisschen ein anderer.“ Er nehme das als persönliche Kritik an sich selbst. „Den Leuten hat’s gefallen.“

Insgesamt ruhige und friedliche Festtage - bis auf eine Ausnahme

Sehr erfreulich war, dass Plüderhausen ruhige und friedliche Festtage erlebt hat, wobei auch Hartmut Bay vom Fall der sexuell belästigten Frau erfahren hat. „Wir bedauern solche Taten natürlich. Wir wollen, dass die Leute mit Anstand feiern. Nahezu hundert Prozent der Besucher wissen das und machen das auch. Deswegen machen wir auch ein Programm, dass die normal Feiernden anspricht.“ Aber Bay redet nicht drumherum: „Solche Vorfälle sind einfach schlecht.“ Er warnt aber vor möglichen generellen Verurteilungen von Flüchtlichen: „Genauso wie andere Besucher waren Asylbewerber auf dem Fest. Man spricht in Plüderhausen nicht darüber, dass Asylbewerber auch auf dem Fest waren. Das ist Integration. Die gehören einfach dazu.“
 

Nicht alles klappt hundertprozentig wunschgemäß bei einem großen Fest. Am Sonntag ging die Freestyle-Schaukel im Vergnügungspark kaputt durch einen Getriebeschaden. Sie wurde repariert, am Montag hat sie wieder funktioniert. Am Sonntagabend hätten sich die Veranstalter mehr Betrieb gewünscht. In der Zeit, wo sich die Leute überlegen: ‘Gehe ich aufs Fest‘, hat’s geregnet, und der Sonntag ist „eh’ ein Tag, wo man nicht unbedingt kommen muss“, so Bay. Die Festtage gehen am Montag weiter. Weiterhin hat’s am Samstag nicht ganz geklappt mit der Sauberkeit ums Zelt, es wurden Scherben moniert.

Und fürs nächste Jahr nehmen die Organisatoren mit, dass beim Blasmusikfestival ein Gesamtchor gewünscht wird. Und zwar von Gästen und Kapellen. In diesem Jahr wurde er weggelassen, weil er im vergangenen Jahr den Ablauf eher gestört hat, schildert Hartmut Bay seinen Eindruck. Aber: „Falsch gedacht.“ Die Besucher hätten gesagt, sie wollten bleiben, bis zum Schluss alle Musiker zusammen spielen. Nächstes Jahr wird also der Gesamtchor wieder eingeplant, und das Programm soll etwas gekürzt werden. „Nach 23 Uhr wollen die Leute einfach heimgehen.“