Plüderhausen

Friedhof Plüderhausen bekommt mehr Gräber und neue Bestattungsformen

Friedhof Plüderhausen
Diese Baumurnengräber wurden jüngst in Plüderhausen angelegt. Weitere sollen auf dem Friedhof der Gemeinde geschaffen werden. Im Hintergrund auf dem Bild: Bürgermeister Benjamin Treiber und Bauamtsmitarbeiter Martin Haßpacher. © Gabriel Habermann

Auf dem Plüderhäuser Friedhof tut sich was. Nicht nur, dass dort zuletzt Gehölzpflegearbeiten stattfanden, bei denen das Totholz aus den teils schon recht alten Bäumen entfernt wurde. Es werden auf dem parkähnlichen Gelände auch weitere Gräber geschaffen. Ein Teil der Arbeiten ist bereit abgeschlossen, wie Martin Haßpacher vom Bauamt bei einem Vor-Ort-Termin berichtet.

Bereits in diesem Jahr wurde auf dem Friedhof erweitert

So wurde im Sommer das bestehende Baumgräberfeld um weitere 24 Urnenhülsen erweitert. Damit ist das Grabfeld erst einmal voll. Für das kommende Jahr ist dafür eine Erweiterung im historischen Teil des Friedhofs geplant. Dort gibt es zwei momentan nicht als Grabfelder genutzte Wiesen, auf denen weitere Baumgräber entstehen können. Dabei möchte Haßpacher die bestehenden Bäume möglichst miteinbeziehen.

Diese Bestattungsform ist noch relativ neu, in Plüderhausen wird sie seit nun sieben Jahren angeboten. Der Wunsch war damals aus der Bürgerschaft an die Verwaltung herangetragen worden. Etwa jede fünfte Bestattung in Plüderhausen findet mittlerweile in dieser Form statt.

Wer auf die bestehenden Gräber schaut, von denen jeweils zwölf Stück um einen Baum herum gruppiert sind, versteht auch, weshalb sie sich so großer Beliebtheit erfreuen: „Der Pflegeaufwand ist gering“, sagt Haßpacher, das Gedenken dennoch würdevoll gestaltet. Ungepflegt sind die im Boden eingelassenen Grabplatten nämlich nicht. Auf vielen steht eine Kerze, ein Kranz oder es sind Blumen abgelegt.

Zum ersten Mal angelegt wurden Wiesengräber

Gebaut wurden in diesem Jahr zudem bereits 30 Grabkammern, die vom Bauhof ins Erdreich eingelassen wurden. „Die können sich locker mit Firmen messen lassen“, lobt Haßpacher das Werk der fleißigen Gemeinde-Mitarbeiter. 21 der Grabkammern können für die Sargbestattung genutzt und auch doppelt belegt werden.

Neun dieser Grabkammern werden als Wiesengräber genutzt. Das ist eine auf dem Plüderhäuser Friedhof ganz neue Bestattungsform, die bislang nur bei einer Bestattung angewandt wurde.

Auch hier wird die Gemeinde daran anschließend im kommenden Jahr noch einmal erweitern: Der Bau von weiteren 30 Grabkammern wurde vom Verwaltungsausschuss des Gemeinderats jetzt einstimmig beschlossen. Auch, dass der Zaun und der Grünstreifen im nördlichen Bereich des Friedhofs mit einheimischen Gehölzen erneuert und wieder blickdicht wird.

Zwei von drei Bestattungen finden inzwischen mit Urnen statt

Erdbestattungen werden übrigens nur noch im Ortsteil Walkersbach angeboten. Im Hauptort sind sie aufgrund der Bodenbeschaffenheit lediglich in Ausnahmefällen möglich. Daher sind hier keine Erweiterungen geplant.

Zwei von drei Bestattungen finden inzwischen mit Urnen statt. Während es bei den Stelengräbern noch Kapazitäten gibt, herrscht momentan Knappheit bei den Erdurnengräbern auf dem Plüderhäuser Friedhof. Stand jetzt sind nur noch zwei freie verfügbar. Deshalb sollen im kommenden Jahr bis zu 50 zusätzliche angelegt werden. Anders als bisher werden diese jedoch nicht mit Gehwegplatten umrahmt sein.

Bäume sollen neu gepflanzt werden

Die Mehrheit des Gremiums hat sich dafür ausgesprochen, diese künftig mit einer wassergebundenen Deckschicht wie Splitt oder Schotter zu umrahmen. Bei den Platten, so Bürgermeister Treiber, habe es nämlich immer wieder Unebenheiten gegeben. Mögliche Stolperfallen sollen damit künftig vermieden werden.

Außerdem werden auf dem Friedhof mehrere Bäume neu gepflanzt, nachdem zuletzt zwei im Bereich der neu entstandenen Grabkammern gefällt wurden.

Insgesamt 240.000 Euro sind für all diese Maßnahmen im kommenden Jahr veranschlagt. Der Bauhof wird die Arbeiten übernehmen.

Auf dem Plüderhäuser Friedhof tut sich was. Nicht nur, dass dort zuletzt Gehölzpflegearbeiten stattfanden, bei denen das Totholz aus den teils schon recht alten Bäumen entfernt wurde. Es werden auf dem parkähnlichen Gelände auch weitere Gräber geschaffen. Ein Teil der Arbeiten ist bereit abgeschlossen, wie Martin Haßpacher vom Bauamt bei einem Vor-Ort-Termin berichtet.

Bereits in diesem Jahr wurde auf dem Friedhof erweitert

So wurde im Sommer das bestehende Baumgräberfeld um

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