Plüderhausen

Grafikschule statt Polizei: Zwei Schüler der Kunstschule Weitsicht über ihren Weg zur Malerei

Kunstschule Weitsich
Angelika Feilhauer im Garten des Ateliers mit ihren Schülerinnen Carolin Buckreus (links) und Amélie Hennig (rechts). © ALEXANDRA PALMIZI

Hier lässt’s sich kreativ sein. Was früher einmal der Kuhstall eines alten Bauernhauses war, ist nun liebevoll umgebaut zu einem Atelier mit mehreren Arbeitsplätzen. Die einstige Stallwärme hat sich in eine angenehme Studiowärme verwandelt.

Hier finden Anregung und Austausch in den Malkursen unter Anleitung von Angelika Feilhauer statt. In einer Atmosphäre, die auch die beiden jugendlichen Kunstschaffenden Carolin Buckreus und Amélie Hennig genießen.

Wichtig sind Anregungen und Inspiration in der Malgruppe

„Das Feedback von anderen. Die Tipps von Geli, über Dinge, worauf man selber nicht gekommen wäre. Und man lernt neue Techniken.“ All das hat Carolin hier in der Kunstschule Weitblick schätzen gelernt. Eigentlich wollte die 17-Jährige zuerst Polizistin werden, dann hat sie sich aber doch für ihre künstlerische Ader entschieden und wurde in der Gutenbergschule für Grafikdesign in Bad Cannstatt aufgenommen.

Zu dieser Entscheidung passt das Bild, das sie mitgebracht hat. Das Motiv: Ein Glas, in das übermütig ein Strahl roten Weines eingegossen wird. Sie sagt. „Es gibt immer einen Punkt, an dem man nicht weitermachen will. Den muss man überwinden, dann ist man stolz auf sich.“ Eine Landschaftsidylle hingegen ist eine der jüngsten Arbeiten der ebenfalls 17-jährigen Amélie Hennig, die gerade eine Ausbildung als Erzieherin begonnen hat. Für sie ist besonders die Gruppe in den Malkursen wichtig. „Das gibt unheimlich viel Inspiration und es bringt einen selber weiter.“

Amelie Hennig, deren, wie sie erzählt, Oma und Tante „schon gut malen konnten“, freut sich, „über das persönliche Highlight, wenn ein Bild fertig geworden ist und man dabei etwas Neues entdeckt hat“.

Kunst als ein Grundbedürfnis, das in jedem Menschen ist

Auch wenn man mal „keine Motivation hat“, meint Carolin, „dann kommt man hier in eine andere Stimmung. Das ist immer ein Anstoß.“

Angelika Feilhauer, die Kunstdozentin und ausgebildete Werbegrafikerin, hat festgestellt, „dass in jedem Menschen die Kunst drin ist; das ist Teil von uns, ein Grundbedürfnis“. Und sie betrachtetet es als Leiterin der Malkurse für Jugendliche, Erwachsene und Senioren in ihrer Kunstschule „als meine Aufgabe, zu entdecken, in welche Richtung ich es fördern kann“.

"Das hier hat einfach Flair."

Und sie freut sich dann, wenn „die Leute sagen: Geli, du kitzelst alles aus uns raus“. In ihrem 2016 im alten Bauernhaus eingerichteten Atelier unweit der Rems hofft sie, wie vor Corona, auch wieder einmal Jahresthemen-Ausstellungen der Malklassen zeigen zu können. „Das hat hier einfach Flair.“

Und ihre Malschüler scheinen das auch so zu sehen.

Hier lässt’s sich kreativ sein. Was früher einmal der Kuhstall eines alten Bauernhauses war, ist nun liebevoll umgebaut zu einem Atelier mit mehreren Arbeitsplätzen. Die einstige Stallwärme hat sich in eine angenehme Studiowärme verwandelt.

Hier finden Anregung und Austausch in den Malkursen unter Anleitung von Angelika Feilhauer statt. In einer Atmosphäre, die auch die beiden jugendlichen Kunstschaffenden Carolin Buckreus und Amélie Hennig genießen.

Wichtig sind Anregungen

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