Plüderhausen

Kiosk am Plüderhäuser See: Weniger Gäste wegen Blaualgen und Badeverbot

Badesee Kiosk
Georg Vlassidis sieht beim Kiosk am Plüderhäuser See noch Potenzial. © Gabriel Habermann

Im Frühjahr 2021 haben Georg Vlassidis, in Schorndorf bekannt vom Eiscafé „Santa Lucia“ und dem Tagescafé „Emma’s“, und Moritz Blankenhagen, der in der Daimlerstadt „Mojo’s Food Bar“ betreibt, den Kiosk am Plüderhäuser See übernommen. Als wir sie damals in unserer Zeitung vorstellten, hatten sie sich viel vorgenommen, erweiterten das Angebot des Kiosks um Falafel und konnten sich auch Livemusik am See oder einen Glühweinverkauf im Winter vorstellen. Statt eines Kiosks sollte sich der Imbiss eher in Richtung Beach-Bar entwickeln, so Moritz Blankenhagen damals. Wir haben zum Ende des Sommers nachgefragt, wie sich das Geschäft am See entwickelt hat.

Eine Änderung aus diesem Jahr ist schnell sichtbar: Die zwei Kiosk-Betreiber haben investiert und Schirme gekauft sowie Tische und Stühle beim Kiosk aufgestellt. Mit Blick auf den See sitzt es sich hier gemütlich. Ansonsten hat sich laut Georg Vlassidis aber noch nicht viel verändert. Für die Zurückhaltung gibt es einen Grund: Die Lage in der Gastronomie ist extrem unsicher. Unklar ist zum Beispiel, wie sich die Corona-Lage und die entsprechende Gesetzgebung entwickeln werden. Gleichzeitig ist es schwer, Personal zu finden, das in der Gastronomie arbeiten will. Georg Vlassidis ist froh, dass er fähige Leute hat, und möchte diese auch halten, wenn einmal weniger los ist, was aber natürlich ebenso Geld kostet. Am Plüderhäuser See kommt zudem die Blaualgen-Thematik hinzu.

Konzept unabhängig vom Baden im See

„Das Badeverbot macht schon einen Unterschied“, sagt Georg Vlassidis. Die Informationen dazu von der Gemeinde und in der Presse hielten Menschen durchaus davon ab, an den See zu kommen. Und wenn Menschen nicht explizit zum Baden an den See fahren, dann sei die Lokalität doch etwas abgelegen. „Klar geht die Gesundheit vor“, sagt Georg Vlassidis zum Badeverbot. Er könne niemandem raten, zu baden oder nicht zu baden. Am See sitzen und ein Getränk oder einen Snack genießen, das wäre aber natürlich trotzdem möglich. Deshalb könnte er sich vorstellen, zusammen mit der Gemeindeverwaltung ein Konzept für die Gastro am See zu entwickeln, das unabhängig vom Baden ist. Unter den aktuellen Begebenheiten sei das aber schwierig, die Ausstattung des Kiosks gestalte sich eher minimalistisch.

„Damit es unabhängig vom Baden läuft, müsste mehr geboten werden“, ist Georg Vlassidis überzeugt. Größere Investitionen zu tätigen sei derzeit aber ein Risiko. Was aber nicht heißt, dass das Konzept für den Kiosk am See überhaupt nicht weiterentwickelt werden soll. „Wir machen, was machbar ist“, sagt der Gastronom. In diesem Sinne haben die Betreiber nach seinen Angaben etwa 20.000 Euro in die Schirme und Bestuhlung investiert. Und auch eine 80er/90er-Jahre-Feier, die sie veranstalteten, sei gut angekommen.

Noch keine Preiserhöhungen

Diese Schritt-für-Schritt-Mentalität zeigt sich auch bei der Preisgestaltung am Kiosk. „Wir haben die Preise noch nicht erhöht“, sagt Georg Vlassidis. Trotz der hohen Inflation wolle er erst einmal die Entwicklung abwarten. Wenn es aber nun weiter so steil nach oben gehe, dann führe wohl kein Weg daran vorbei, damit der Kiosk wirtschaftlich bleibt.

„Wir wünschen uns schon, dass wir bei dem ankommen, was wir vorhatten“, sagt Georg Vlassidis. Durch Corona, den Ukraine-Krieg, der für eine hohe Inflation sorgt, und die Blaualgen-Thematik ginge das nur etwas langsamer. Der Sommer war dafür in diesem Jahr fast durchgängig heiß und sorgte für Gäste am See. „Wenn wir einen schönen, warmen Tag haben und es läuft, dann können wir uns nicht beschweren“, sagt Vlassidis so auch. Er sehe durchaus Potenzial für den Kiosk am See. „Wir sind immer positiv eingestellt. Manchmal führen auch kleine Schritte zum Ziel.“

Im Frühjahr 2021 haben Georg Vlassidis, in Schorndorf bekannt vom Eiscafé „Santa Lucia“ und dem Tagescafé „Emma’s“, und Moritz Blankenhagen, der in der Daimlerstadt „Mojo’s Food Bar“ betreibt, den Kiosk am Plüderhäuser See übernommen. Als wir sie damals in unserer Zeitung vorstellten, hatten sie sich viel vorgenommen, erweiterten das Angebot des Kiosks um Falafel und konnten sich auch Livemusik am See oder einen Glühweinverkauf im Winter vorstellen. Statt eines Kiosks sollte sich der Imbiss

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