Plüderhausen

Knappe Kassen: Plüderhäuser Gemeinderat soll weitere Sparvorschläge machen

Rathaus Plüderhausen
Das Rathaus in Plüderhausen (Symbolfoto). © ZVW/Alexandra Palmizi

Kein eigenes Ferienprogramm, kein Neujahresempfang oder Kürzungen bei den Vereinszuwendungen: Es ist erst gut ein Jahr her, dass der Plüderhäuser Gemeinderat umfangreiche Sparmaßnahmen im Haushalt in Höhe von rund 200.000 Euro beschlossen und umgesetzt hat.

Davon betroffen waren vor allem sogenannte Freiwilligkeitsleistungen, also Aufgaben, die eine Gemeinde nicht zwingend übernehmen muss. Grundlage dafür waren Vorschläge, die eine Haushaltsstrukturkommission zuvor erarbeitet hatte.

Weitere Einsparpotenziale gesucht

Nun sind die Gemeinderatsfraktionen erneut dazu aufgerufen, Vorschläge zu sammeln, wo es außerhalb des Bereichs der Pflichtausgaben Einsparpotenzial gibt.

Das geht auf einen Antrag der CDU zurück. Der Fraktionsvorsitzende Ulrich Scheuerer äußerte sich dazu kürzlich im Gemeinderat: „Mit diesen Einsparungen werden wir nicht den Haushalt retten können, aber uns geht es darum, die Sensibilität zu schärfen.“

Eigene konkrete Vorschläge waren indes nicht Teil des Antrags, vielmehr hatte sich die CDU gewünscht, dass diese von Seiten der Verwaltung kommen. „Der neue Bürgermeister hat vielleicht neue Ideen“.

Kürzungen waren politisch nicht gewollt

In der schriftlichen Antwort der Verwaltung hat diese den Ball dann aber an das Gremium zurückgespielt. Denn „die Diskussionen sowie die Beschlussfassungen im Rahmen der Haushaltsstrukturkommission haben verdeutlicht, dass der Wille für finanzielle Einsparungen zwar grundsätzlich vorhanden ist, dieser aber nicht immer im Einklang mit den politischen Interessen des Gemeinderats steht.“

Insbesondere das hohe Maß an Freiwilligkeitsleistungen und die damit verbundenen Kosten seien von Seiten der Mitglieder der Haushaltsstrukturkommission „bewusst gewünscht“ gewesen. „Aufgrund der damaligen umfangreichen Beratung bittet die Verwaltung um Konkretisierung, welche Themenfelder erneut betrachtet und beraten werden sollen.“

Im Gremium sagte Bürgermeister Benjamin Treiber: „Über Maßnahmen muss im Einzelnen diskutiert werden, aber grundsätzlich finde ich es ein richtiges Signal, darüber noch mal zu diskutieren.“

Bereits mehr gekürzt, als Kelemen lieb war

Klaus Harald Kelemen (SPD) sagte, er habe nichts gegen den Vorschlag der Verwaltung, „da kommen wir schon zusammen“. Doch sein erster Gedanke beim Lesen des Antrags sei gewesen: „Wir haben in der Kommission doch schon Freiwilligkeitsleistungen zusammengestrichen – und das mehr, als mir lieb war.“

FW-FD-Rat Silvan Vollmar zeigte sich enttäuscht: „Die Intention des Antrags verstehe ich sehr wohl, aber ich hätte mir dann von der CDU deutlich mehr gewünscht.“ Zur Fraktion gewandt, sagte er: „Ich hätte erwartet, dass von euch Vorschläge kommen.“ Schließlich habe es eine Kommission und am Ende wollte es dann keiner umsetzen, "das finde ich nicht ganz redlich“.

Jetzt sind also erst mal die Fraktionen gefragt, ihre Vorschläge einzureichen. Bis Ende März haben sie dafür Zeit, so der einstimmige Beschluss des Gremiums.

Kein eigenes Ferienprogramm, kein Neujahresempfang oder Kürzungen bei den Vereinszuwendungen: Es ist erst gut ein Jahr her, dass der Plüderhäuser Gemeinderat umfangreiche Sparmaßnahmen im Haushalt in Höhe von rund 200.000 Euro beschlossen und umgesetzt hat.

Davon betroffen waren vor allem sogenannte Freiwilligkeitsleistungen, also Aufgaben, die eine Gemeinde nicht zwingend übernehmen muss. Grundlage dafür waren Vorschläge, die eine Haushaltsstrukturkommission zuvor erarbeitet

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