Plüderhausen

Landeier auf Partnersuche: Plüderhäuser Theaterbrettle präsentiert neues Stück

Theaterbrettle
In der neuen Komödie „Landeier“ geht es auf der Bühne des Theaterbrettles mitunter turbulent zu. © Gabriel Habermann

„Rettet die Bauern!“ So heißt es in der neuen ländlichen Komödie „Landeier oder: Bauern suchen Frauen“. Das Stück verspricht „sehr viel Witz und Spritz“, meint Martina Schmid, die Erste Vorsitzende des Theaterbrettles in Plüderhausen

In der Inszenierung geht es um vier schwäbische Bauern, die sich nach gescheiterten Flirtversuchen dazu entschließen, im Internet die Frau fürs Leben zu finden. „Im hintersten Käsbach möchten die Charaktere Frauen kennenlernen. Es ist eine charmante Geschichte“, sagt Schmid.

Ungeschickte Flirtversuche, von Laien humorvoll auf die Bühne gebracht

Dabei stellen sich die Landwirte jedoch etwas ungeschickt an. So stellt sich beispielsweise die Figur von Ecki Müller als Schweinezüchter beim Videodreh vor. „Des interessiert koi Frau!“, ruft einer der Bauern, gespielt von Harald Schmid. Unterstützt werden die männlichen Hauptrollen von zwei Schauspielerinnen, Tina Schlechter und Lara Schmid. Tina Schlechter hat an der privaten Schauspielakademie in Stuttgart gelernt und spielt neuerdings auch im Verein ehrenamtlich mit.

„Die Jungs sind verunsichert, die Frauen zwingen sie, aus sich herauszukommen“, erzählt die 22-jährige über das Theaterstück. Für Schlechter ist ihre Mitarbeit im Verein zurzeit ein Hobby. Eine weitere Leidenschaft der Nachwuchskünstlerin ist das Singen und Klavierspielen in ihrer Band „Blue Swing“. Mit ihr tritt sie auf Hochzeiten auf.

Das Original stammt aus Norddeutschland

Die Originalfassung des Theaterstücks wurde von Frederik Holtkamp vom WB-Verlag Norderstedt, übernommen und ins Neudeutsche angepasst. Das Besondere an der neuen Interpretation ist laut Regisseur Jürgen von Bülow der unperfekte Charme des Amateurtheaters. „Es ist nicht wie im Profi-Theater. Wir fragen uns stattdessen: Was steht in der Geschichte und wie bringen wir das herüber.“

Im Amateurtheater sei es üblich, dass die Sprache nicht perfekt gesprochen wird. „Es sind das Menschliche und die natürliche Unsicherheit, die die Geschichte so liebenswert machen“, sagt Bülow. Sein Ziel sei es, durch die authentische Darbietung das Publikum zum Mitfühlen zu animieren. „Wenn der Held leidet, dann ist alles gut.“

Die Umsetzung sehe wie folgt aus: „Wir versuchen den ganzen Raum zu benutzen, viel Bewegung einzubringen“, berichtet Bülow. Bei der Zusammenarbeit mit den Schauspielerinnen und Schauspielern sei es ihm außerdem wichtig, vor allem „mit Fingerspitzengefühl“ zu agieren. Regie zu führen sei für ihn aber keine große Kunst. Bülow meint, es sei wie die Leitung einer Firma. Man müsse auf die Leute individuell eingehen und sehen, „wo jeder steht und geht“.

Stamm-Regisseur Jürgen von Bülow hat wieder inszeniert

Der Regisseur hatte zuvor schon andere Projekte auf die Beine gestellt. So hat er bereits im Stadttheater Stuttgart gearbeitet und für die Fernsehserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Drehbücher geschrieben. Wie erlernte er seinen Beruf? Bülow erzählt, er habe fünf Jahre lang als Regieassistent gearbeitet und „beim Kaffee-Hinterherbringen“ den Regisseuren über die Schulter geschaut. Das war die praktische Erfahrung, die Theorie eignete er sich selbst an. „Ich habe englische Bücher darüber rauf und runter gelesen.“ Nun ist er wieder im Theater tätig und begleitet die Schauspieler von Anfang bis Ende.

Die Besetzung hat Martina Schmid ausgewählt. Durch die jahrelange Erfahrung war es ihr möglich, „ein Gespür für bestimmte Typen“ zu entwickeln. „Man sollte nicht introvertiert sein und keine Angst davor haben, oben auf der Bühne zu stehen.“ Außerdem sei es ihr und den Beteiligten wichtig, „teamfähig und harmonisch“ zu sein. „Wir machen das aus Spaß und Freude.“

Worauf es beim Theaterspielen ankommt

Trotz alledem gebe es laut Harald Schmid eine Herausforderung: „Das exakte Zusammenspielen.“ Auf der Bühne muss sich das Vorstandsmitglied merken, „zuerst zu reden und nicht sofort zu reagieren“. Zu seiner Rolle als Landwirt fand er „beim Textlesen und -lernen“. Durch das Proben perfektioniere er dann schließlich seine Rolle.

Wie sieht es mit der Stimmung vor der Aufführung aus? Laut Martina Schmid sei „die Anspannung da“. Jürgen von Bülow fügt dem hinzu: „Lampenfieber ist etwas, das einen pushen kann. Das ist irre.“ Außerdem meint der Regisseur: „Viele sind aufgeregt. Sie fragen sich vor dem Auftritt: Wieso mache ich das?“ Danach seien die Schauspieler aber „unendlich glücklich“, Teil des Projektes gewesen zu sein.

Worauf können sich die Besucher am Samstag einstellen? Ein Highlight des Theaterstücks sei beispielsweise die einstudierte Tanzeinlage der Bauern. Dafür habe das Theaterbrettle zusammen mit Sylvia Wilke von der New York Dance School kooperiert. „Sie werden viel lachen können. Das ist versprochen“, sagt Jürgen von Bülow.

Theater-Termine

An diesem Samstag, 12. November, ist Premiere im Plüderhäuser Theaterbrettle. Und zwar ab 19.30 Uhr am Kitzbüheler Platz. Weitere Termine folgen unter anderem am 18., 19., 25. und 26. November sowie im Dezember und Januar. Karten und weitere Infos unter 0 71 81 / 8 71 22 und online unter https://theaterbrettle.de.

„Rettet die Bauern!“ So heißt es in der neuen ländlichen Komödie „Landeier oder: Bauern suchen Frauen“. Das Stück verspricht „sehr viel Witz und Spritz“, meint Martina Schmid, die Erste Vorsitzende des Theaterbrettles in Plüderhausen. 

In der Inszenierung geht es um vier schwäbische Bauern, die sich nach gescheiterten Flirtversuchen dazu entschließen, im Internet die Frau fürs Leben zu finden. „Im hintersten Käsbach möchten die Charaktere Frauen kennenlernen. Es ist eine charmante

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