Plüderhausen

Lang ersehnt: Die neu eröffnete Kleiderstation

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Hell, freundlich, übersichtlich und vor allem günstig: Die „Kleiderstation und mehr“ im Plüderhäuser Bahnhof. © Ralph Steinemann Pressefoto

Noch vor der offiziellen Eröffnung um 11 Uhr hatte sich im kalten Nieselregen am Samstagmorgen schon eine bunte Warteschlange vor der neuen „Kleiderstation und mehr“ im Plüderhäuser Bahnhof gebildet. Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Thomas Schwenger, „daran sieht man aber den Bedarf!“ Zusammen mit seiner FW/FD-Fraktionskollegin im Gemeinderat, Claudia Jensen, ist Schwenger die treibende Kraft gewesen, dass die vor fünf Jahren von Stefanie Griebel und Tanja Ahrendt „mit Leidenschaft und Hingabe“ ins Leben gerufene und geleitete Kleiderkammer an anderer Stelle weitergeführt wird. Und zwar am Bahnhof, mit dem neuen, zur Geschichte und Nutzung des Orts passenden Namen „Kleiderstation und mehr“.

Von solidarischer Flüchtlingshilfe zum sozialen Projekt für alle

Das Gebäude gehört der Kommune, und der Gemeinderat hat den Beschluss gefasst, die Räume unentgeltlich der neuen Kleiderkammer zur Verfügung zu stellen. Auf große Eröffnungsreden wurde angesichts Corona und des miesen Wetters verzichtet. Aber auch der anwesende Bürgermeister Andreas Schaffer zeigte sich sehr zufrieden: „Der Standort ist super. Das ist schon ein tolles Projekt!“ Es sei auch für die Gemeinde „eine schöne Aufwertung des Umfeldes Bahnhof“. Verbunden mit der Hoffnung, „wenn da mehr Leben drin ist, dann ist da auch mehr Ordnung“. Besonders gefällt ihm, wie hier eine aus der damaligen spontanen Flüchtlingshilfe geborene Idee der Solidarität mit Bedürftigen, „hinübergehoben wurde in ein soziales Projekt für alle“.

Ganz praktische Hilfe

„Kleiderstation und mehr“ eben. Und wofür steht das „Mehr“? Nun, der engagierte Christ und Gemeinderat Thomas Schwenger formulierte das in seiner (ungehaltenen) Eröffnungsrede so: „MEHR. M steht für Mitmenschen, E für Erfahren, H für Hoffnung und R für Real, also echt erlebbar.“ Es gehe für ihn darum, „ganz praktisch Mitmenschen zu helfen, etwas tun, dass ihre Lebensqualität verbessert wird oder auch in einer Notsituation zu helfen“.

Not oder nicht. Die neue Kleiderstation für alle ist vor allem keine Rumpelkammer für Abgetragenes geworden. Ganz im Gegenteil: Licht und hell wirken die Räume auf 120 Quadratmetern und sehr ansprechend und übersichtlich sind auch die Kleidungsstücke sortiert: Hosen und Mäntel, Pullis und vor allem auch viele gut erhaltene Anoraks, Mäntelchen und Sonstiges für Kleinkinder. Dazu ein großes Regal für allerlei Schuhwerk. Aber auch modische Accessoires, wie schicke Handtaschen, warten hier auf neue Liebhaberinnen.

Für nichts aber gibt es auch hier nichts. Claudia Jensen erklärt: „Umsonst gibt’s nichts. Das wollen wir nicht. Es muss klar sein, dass die Sachen einen Wert haben!“ Die Preise aber sind niedrig. Fünf Euro sind viel, ansonsten kostet das meiste so zwei oder drei Euro. Es gibt hier eine Umkleidekabine, ein Lager und eine Küche. Und zudem Pläne für die Nutzung des ehemaligen Bistrogebäudes neben der Kleiderstation. Nach Corona, so die Hoffnung, könnte das mal ein richtiger Treffpunkt in Plüderhausen werden.

Info

Die aktuellen Öffnungszeiten sind montags 16 bis 19 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr.

Noch vor der offiziellen Eröffnung um 11 Uhr hatte sich im kalten Nieselregen am Samstagmorgen schon eine bunte Warteschlange vor der neuen „Kleiderstation und mehr“ im Plüderhäuser Bahnhof gebildet. Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Thomas Schwenger, „daran sieht man aber den Bedarf!“ Zusammen mit seiner FW/FD-Fraktionskollegin im Gemeinderat, Claudia Jensen, ist Schwenger die treibende Kraft gewesen, dass die vor fünf Jahren von Stefanie Griebel und Tanja Ahrendt „mit Leidenschaft und

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