Plüderhausen

Pläne für Blockheizkraftwerk in der Ortsmitte werfen Fragen auf

Rathaus Plüderhausen
Das Rathaus in Plüderhausen (Symbolfoto). © ZVW/Alexandra Palmizi

Nach langem Hin und Her hat der Plüderhäuser Gemeinderat sich kürzlich für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Ortsmitte entschlossen. Es soll gemeindeeigene Gebäude wie das Rathaus, die Staufenhalle oder die Schlossgartenschule versorgen. Das Betriebsgebäude wird gegenüber dem Rathaus in der Brückenstraße stehen. Einige Punkte sind allerdings bei dem Projekt noch offen. Ingenieur Michael Latzko, der die Vorentwurfsplanung federführend als Projektleiter begleitet hat, informierte den Technischen Ausschuss über den aktuellen Stand der Planungen.

Geplant ist, in dem Gebäude das BHKW mit zwei Pufferspeichern (je 5000 Liter) und mit Notstromfunktion unterzubringen sowie zwei Gasbrennwertkessel (je 720 kW). Zudem wäre noch genügend Platz vorhanden, um später bei Bedarf nachzurüsten.

SPD-Rat bleibt Gegner des Projekts

„Ich bleibe ein Gegner dieser Lösung“, war es Klaus Harald Kelemen, SPD-Fraktionsvorsitzender, wichtig, zu betonen. Er halte das Blockheizkraftwerk für „völlig unnötig“ und „bleibe Anhänger einer dezentralen Lösung“.

„Es gibt Beschlüsse“, sagte Noch-Bürgermeister Andreas Schaffer, dem ab dem 1. Juli Benjamin Treiber folgt, dazu knapp.

Zu großzügig geplant?

Klaus Harald Kelemen hatte aber auch konkretere Kritik: Im Ort halte sich hartnäckig das Gerücht, dass die gemeindeeigenen Gebäude nur etwa 50 Prozent der geplanten Kapazität des BHKW beanspruchen würden. Früher habe es geheißen, dass sich noch weitere Gebäude an das Nahwärmenetz anschließen sollen, die jetzt fehlen würden.

„Wir haben nichts versprochen“, antwortete Andreas Schaffer. „Wir haben gesagt, wir untersuchen das.“ Zwischenzeitlich habe sich herausgestellt, dass es beim Anschluss von weiteren Gebäuden steuerrechtliche Probleme geben könnte, das Konzept sei überarbeitet worden. Die Möglichkeit, weitere Gebäude aufzunehmen, bestehe aber weiterhin.

Veranstaltungen brauchen viel Energie

Ludwig Kern, Bauamtsleiter der Gemeinde, ergänzte: „Das Gerücht kommt daher, dass es technisch interessierte Menschen gibt, die sich die Energieverordnung anschauen und aus der Gebäudegröße einen Schluss daraus ziehen, was wir benötigen.“ Dabei werde aber nicht beachtet, was für ein Betrieb in den besagten Gebäuden herrsche. Veranstaltungen, wie sie zum Beispiel in der Staufenhalle ausgerichtet werden, bräuchten enorm viel Energie. Zudem hätte die Verwaltung noch keine Gespräche mit Immobilienbesitzern führen können, solange die politische Rückendeckung für das BHKW gefehlt habe. Dieser Schritt solle jetzt folgen.

In den momentanen Planungen, so Michael Latzko, sei vorgesehen, dass die gemeindeeigenen Gebäude zwei Drittel der produzierten Kapazitäten beanspruchen und externe Abnehmer ein Drittel. In der nächsten Planungsphase könnten bestimmte Werte, wenn nötig, aber natürlich noch angepasst werden.

Pläne werden konkreter

CDU-Rat Andreas Theinert erkundigte sich, ob Brennstoffzellen bei dem Projekt sinnvoll zum Einsatz kommen könnten und plädierte für eine mobile Lösung beim Notstromkonzept. „Das können wir noch einmal abwägen“, antwortete Michael Latzko auf den letzteren Vorschlag. Die Brennstoffzellen seien bei einem Projekt dieser Größe als Hauptenergiequelle erst einmal nicht interessant. In der nächsten Planungsphase sollen die Pläne für das Nahwärmekonzept nun konkretisiert werden.

Nach langem Hin und Her hat der Plüderhäuser Gemeinderat sich kürzlich für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Ortsmitte entschlossen. Es soll gemeindeeigene Gebäude wie das Rathaus, die Staufenhalle oder die Schlossgartenschule versorgen. Das Betriebsgebäude wird gegenüber dem Rathaus in der Brückenstraße stehen. Einige Punkte sind allerdings bei dem Projekt noch offen. Ingenieur Michael Latzko, der die Vorentwurfsplanung federführend als Projektleiter begleitet hat, informierte den

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