Plüderhausen

Plüderhäuser Badesee: Badewarnung statt Verbot

Plüderhausen Badesee
Seit Anfang August galt am Plüderhäuser See ein Badeverbot. © ALEXANDRA PALMIZI

Zur schönsten Sommerzeit musste der Plüderhäuser Badesee auch in diesem Jahr wieder wegen Blaualgen gesperrt werden. Schon seit August gilt dort ein Badeverbot, weil die Konzentration von Microcystin, dem potenziell gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukt der Cyanobakterien - umgangssprachlich auch als Blaualgen bekannt - im ganzen See als zu hoch eingestuft wurde. Eine Gefahr geht für Menschen von den Blaualgen vor allem dann aus, wenn sie aus Versehen zu viel belastetes Wasser schlucken.

Blaualgen sind noch sichtbar vorhanden

Zwar konnten Badegäste trotzdem an den See und mussten auch keine Strafen fürchten, wenn sie sich trotz des vom Gesundheitsamt und von der Gemeinde ausgesprochenen Verbotes ins Wasser trauten, sie taten das aber auf eigene Gefahr. Viele haben sich besonders an warmen Sommerferientagen nicht von dem Verbot abschrecken lassen, zuletzt wurde es allerdings ruhiger am See. Nun hat sich die Lage dort erneut verändert.

Schon vergangene Woche hatten wir bei der Gemeindeverwaltung nachgefragt, wie es sich aktuell mit der Blaualgen-Belastung verhält. Damals hieß es noch, dass die Blaualgen weiterhin sichtbar vorhanden seien, ein weiterer Test aber zeigen könnte, ob die Gefahr sich inzwischen soweit reduziert hat, dass das Badeverbot wieder in eine Badewarnung umgewandelt werden könne. So ist es nun auch gekommen.

Ein Badeverbot ist am See nicht mehr angemessen

Laut Bürgermeister Andreas Schaffer hat die Konzentration der Blaualgen im See deutlich nachgelassen, ein Badeverbot sei inzwischen also nicht mehr angemessen. „Diese Woche waren Vertreter vom Gesundheitsamt draußen, die das so genehmigt haben“, sagt Andreas Schaffer am Freitagnachmittag. Die Gemeindeverwaltung tausche die Warnschilder entsprechend aus.

Damit das Blaualgen-Problem bekämpft werden kann, will die Verwaltung mit anderen Kommunen in Kontakt treten, die ähnliche Probleme mit ihren Seen haben. Eine schnelle Lösung gibt es für die leidige Situation laut Schaffer nicht, die Verwaltung will aber erreichen, dass sie sich nach und nach verbessert.