Plüderhausen

Plüderhausen erhöht die Hundesteuer - SPD-Rat Reißig fordert deren komplette Abschaffung

Hund Gassi wiese
Symbolbild. © Adobestock/Dorazett

Hundebesitzer müssen in Plüderhausen ab kommendem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Denn mehrheitlich hat der Gemeinderat jetzt eine Erhöhung der Hundesteuer beschlossen. Dies soll, neben vielen weiteren Maßnahmen zu einer Verbesserung der Finanzlage beitragen. Ab 2021 kostet der Ersthund 120 Euro (vorher: 96), jeder weitere 240 Euro (bisher: 192). Wer einen Kampfhund besitzt, zahlt 612 Euro (statt 492) und pro Zwinger werden 360 Euro (bisher 288) fällig.

Sind Hunde Luxus  oder Therapeut und Begleiter?

Thomas Reißig, SPD-Gemeinderat und ehemaliger langjähriger Vorstand im Tierschutzverein, sprach sich nicht nur gegen diese Erhöhung, sondern gegen die Steuer an sich aus. Denn sie sei „unsozial und ungerecht“. Es gebe sie auch nur noch in Deutschland und einigen seiner ehemaligen Kolonien. Kaiser Wilhelm habe die Steuer damals als Luxussteuer eingeführt. Hunde seien aber kein Luxus, sondern Therapeut und Begleiter. Sie seien von Vorteil für Kinder, die dadurch Respekt vor anderen Lebewesen lernten. Hunde förderten außerdem die Gesundheit. Die Erhöhung sei vor allem für Ältere und Einsame hart.

„Die Hundesteuer ist eine Luxussteuer“, meinte hingegen Michael Gomolzig (CDU). Deshalb sei der Zweithund auch teurer: weil man wolle, dass die Zahl der Hunde zurückgehe. Gomolzig schlug vor, als Entschädigung für die Erhöhung mehr Müllkörbe im Ort aufzustellen.

Hundekotstationen haben sich bewährt

Kämmerin Regina Rösch entgegnete, dass es in der Natur einer Steuer liege, dass sie nicht zweckgebunden sei und Bürger keine Gegenleistung verlangen könnten. Außerdem habe die Gemeinde erst vor zwei Jahren die Hundekotstationen erweitert. Ein Angebot, das bislang sehr gut angenommen werde.

Hundebesitzer müssen in Plüderhausen ab kommendem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Denn mehrheitlich hat der Gemeinderat jetzt eine Erhöhung der Hundesteuer beschlossen. Dies soll, neben vielen weiteren Maßnahmen zu einer Verbesserung der Finanzlage beitragen. Ab 2021 kostet der Ersthund 120 Euro (vorher: 96), jeder weitere 240 Euro (bisher: 192). Wer einen Kampfhund besitzt, zahlt 612 Euro (statt 492) und pro Zwinger werden 360 Euro (bisher 288) fällig.

Sind Hunde Luxus  oder

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