Plüderhausen

Plüderhausen Ortsmitte: Warum Bürgermeister Treiber für Parkplätze kämpfen will

TreiberBauhof
Bürgermeister Benjamin Treiber. © Gaby Schneider

In seinem Wahlkampf hatte Bürgermeister Benjamin Treiber betont, wie wichtig ihm die Wirtschaftsförderung in Plüderhausen ist und das Thema dann zur Chefsache erklärt. Die ehemalige Wirtschaftsförderin Diane Proschka, die - das sagt nicht nur ihr Verwaltungschef - sich in diesem Amt sehr für die Unternehmen im Ort engagiert hatte, leitet bei der Verwaltung nun wieder das Hauptamt. Wer kümmert sich jetzt um die Unternehmen?

Bürgermeister will Ansprechpartner sein

„Ansprechpartner für die meisten bin ich persönlich“, sagt Benjamin Treiber. „Da möchte ich auch zur Verfügung stehen.“ Die Wirtschaftsförderung habe sich im Rathaus insgesamt aber „ein bisschen stärker zur Querschnittsaufgabe entwickelt“. Die Unternehmen hätten oft Anliegen, die in verschiedenen Bereichen der Verwaltung angeordnet sind. Diane Proschka hatte unter anderem größere Aktionen wie „Jugend meets Einzelhandel“, bei der Jugendliche aus Plüderhausen Einzelhändler im Ort porträtierten, ins Leben gerufen. Größere Projekte dieser Art werden ohne Wirtschaftsförderin beziehungsweise Wirtschaftsförderer laut Treiber nun wohl erst einmal nicht mehr neu ins Leben gerufen, manche der schon bestehenden Projekte wie "Jugend meets Einzelhandel" soll es aber in Zukunft voraussichtlich wieder geben. „Die Projekte, die längerfristig gestartet wurden, werden auch fortgeführt.“ So zum Beispiel auch ein Geschenkkorb mit verschiedenen Plüderhäuser Produkten in der Weihnachtszeit.

Außerdem wird es im nächsten Jahr die große Veranstaltung „Plüderhausen erleben“ geben. Am 20. und 21. Mai 2023 werden sich dabei Unternehmen, Organisationen und Vereine aus dem Ort präsentieren. „Das ist reine Wirtschaftsförderung“, sagt Benjamin Treiber, der hierbei und bei anderen Veranstaltungen die gute Zusammenarbeit mit dem HGV herausstellt. „Da wollen wir unsere Unternehmen in den Mittelpunkt rücken. Es hätten sich bereits mehr als genügend Unternehmen beim HGV angemeldet, um die Veranstaltung durchführen zu können, und auch einige Vereine hätten schon Interesse bekundet.

Wo drückt den Unternehmen der Schuh?

Es gibt durchaus Themen, bei denen die Verwaltung einen begrenzten Handlungsspielraum hat. Immer wieder melden sich zum Beispiel Unternehmen wegen Parkplatzproblemen bei Treiber. „Parkplätze vor Ladengeschäften sind sehr wichtig für unsere Einzelhändler und größere Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern eine Parkmöglichkeit bieten“, sagt der Bürgermeister. Auch wenn das Thema Parkplätze heutzutage oft kritisch gesehen werde, sei das im ländlichen Raum noch die Realität. Zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen, sei aber eine große Herausforderung, wenn man eine gewachsene bauliche Struktur habe. „Parkplätze sind sehr begehrt und ich persönlich werde mich für jeden Parkplatz einsetzen“, so Treiber bezogen auf Einkaufsmöglichkeiten in der Ortsmitte. Die Verwaltung könne aber natürlich keine Flächen herbeizaubern.

„In der Hauptstraße gibt es an sich relativ wenige Leerstände, aber manche, wie hier am Marktplatz, sind doch relativ langfristig“, sagt der Bürgermeister, angesprochen auf die Ladenversorgung im Ort. „Die Belebung der Ortsmitte hängt auch zusammen mit dem Wochenmarkt, den wir aufgewertet haben. Es ist eine große Freude, wie die Menschen sich da tummeln.“ Erklärtes Ziel sei es, die Plüderhäuser im Ort zu behalten, statt sie zum Beispiel an den Schorndorfer Wochenmarkt zu verlieren.

Wie geht es mit der Ratsstube weiter?

Bei der Belebung der Ortsmitte spielt für Treiber auch die Frage, wie es mit der Ratsstube weitergeht, wenn die derzeitigen Betreiber im nächsten Jahr aufhören, eine zentrale Rolle. Er würde es befürworten, Nachfolger zu suchen, die auch ein Konzept für den Außenbereich um die Staufenhalle haben. „Aber der Gemeinderat entscheidet“, weiß der Bürgermeister.

Beim Thema Wirtschaftsförderung insgesamt erhoffe er sich von der Ortsentwicklungsstrategie, die die Gemeinde nun angeht, in Zukunft ganz allgemein neue Impulse. „Das Ziel muss es auch sein, dass man sich als Gemeinschaft präsentiert, hier vor Ort, und zusammenarbeitet.“ Er betont, dass die Plüderhäuser mit ihrem eigenen Einkaufsverhalten Angebote im Ort unterstützen können. „Wir können froh sein, dass es hier so viele großartige Einzelhändler gibt, aber die gibt es natürlich nur so lange, wie sich das Geschäft lohnt.“

In seinem Wahlkampf hatte Bürgermeister Benjamin Treiber betont, wie wichtig ihm die Wirtschaftsförderung in Plüderhausen ist und das Thema dann zur Chefsache erklärt. Die ehemalige Wirtschaftsförderin Diane Proschka, die - das sagt nicht nur ihr Verwaltungschef - sich in diesem Amt sehr für die Unternehmen im Ort engagiert hatte, leitet bei der Verwaltung nun wieder das Hauptamt. Wer kümmert sich jetzt um die Unternehmen?

Bürgermeister will Ansprechpartner

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