Plüderhausen

Richtfest für Plüderhäuser Flüchtlingswohnheim

1/5
_UE_7122-1_0
Bürgermeister Andreas Schaffer (links) begrüßte die Gäste des Richtfests auf der Baustelle. © Eva Hopfgarten (Online-Praktikant)
2/5
_UE_7161_1
Stango Bogunovic (rechts) sprach den Richtspruch, links steht sein Mitarbeiter Peter Kollmantaler. © Eva Hopfgarten (Online-Praktikant)
3/5
_UE_7157_2
Stango Bogunovic (rechts) sprach den Richtspruch, links steht sein Mitarbeiter Peter Kollmantaler. © Eva Hopfgarten (Online-Praktikant)
4/5
_UE_7132_3
© Eva Hopfgarten (Online-Praktikant)
5/5
_UE_7192_4
© Eva Hopfgarten (Online-Praktikant)

Plüderhausen. „Mit Gunst und Verlaub, oh versammelte Richtfestgäste, lasst grüßen Euch aufs Allerbeste“: Zünftig und traditionell ist am Dienstagabend das Richtfest für die neue Flüchtlingsunterkunft an der Plüderhäuser Schulstraße gefeiert worden. Der Neubau ist für 24 Bewohner geplant und soll Ende August fertiggestellt werden.

„Ein Richtfest hat Tradition“, betonte Bürgermeister Andreas Schaffer zu Beginn seines Grußworts. Es sei ein wichtiger Markstein, es seien Umrisse, Gestaltung und städtebauliche Wirkung des neuen Gebäudes zu erkennen. So verhält sich’s auch mit dem Neubau der Flüchtlingsunterkunft an der Schulstraße. Noch sieht man Gerüste an der Fassade, noch steht der Kran vor dem Haus. Aber drei Stockwerke und der Dachstuhl sind, bis auf die Ziegel, fertig. Obenauf war am Dienstagabend ein mit Bändern geschmückter Baum befestigt, Zeichen für das Richtfest, das es zu feiern galt.

Vier Monate Bauzeit liegen hinter allen Beteiligten. Der Bürgermeister lobte die mit dem Bau Befassten, den Architekten, Ingenieure, Firmen. Das Gebäude sei zwar ein Zweckbau, fuhr Schaffer fort, der aber „als moderner Baukörper durchaus in die Straßenabwicklung der Schulstraße passt“. Es sei absehbar, dass dieses Gebäude dringend gebraucht werde. Die Unterbringungsnot für die Flüchtlinge und die Wohnungsnot hätten sich verschärft.

Entschieden, massiv und in der Ortsmitte zu bauen

Als sich im Herbst 2014 gezeigt habe, dass die Kommunen in größerem Maße Wohnraum für Flüchtlinge würden schaffen müssen, habe es verschiedene Möglichkeiten gegeben, das Thema anzugehen. Gemeinderat und Verwaltung hätten sich entschieden, massiv und nicht behelfsmäßig zu bauen und einen Standort in der Ortsmitte zu wählen. Die Entscheidung sei mutig, aber richtig gewesen. Solche Bauten in der Ortsmitte seien schwieriger zu vertreten und fänden nicht überall Zuspruch. „Richtig ist die Entscheidung, weil sie auf lange Sicht die wirtschaftlichste Lösung darstellt.“ Man schaffe hier Wohnraum, der zunächst zur Lösung der Flüchtlingsunterbringung diene, aber langfristig eigenen Wohnraum der Gemeinde darstelle. Das Gebäude solle rund 50 Jahre seinen Zweck erfüllen.

Im neuen Bau gibt es sechs Wohneinheiten und insgesamt 24 Zimmer. Pro Einheit sind eine Küche, ein Bad und eine Gästetoilette zugeordnet.

Der Bürgermeister dankte den Nachbarn für ihre Geduld sowie allen am Bau Beteiligten. „Ich wünsche, dass dieser Bau weiter planmäßig voranschreitet, pünktlich bezogen wird und dazu beiträgt, die Wohnungsnot zu lindern und Menschen ein angemessenes Wohnen ermöglicht“, schloss Schaffer.

Kosten drei Prozent höher als angenommen

Für den Neubau der Flüchtlingsunterkunft an der Schulstraße hat sich der Gemeinderat für seine nächste Sitzung am Donnerstag, 25. Februar, Vergaben vorgenommen, und zwar für den Innen- und Außenputz, für Trockenbau und Estrich. Außerdem ist ein Bericht zur Kostensituation vorgesehen.

Die hat sich, berichtete Bürgermeister Andreas Schaffer, positiv entwickelt. Anfangs wurden die Kosten für den Bau auf 883 000 Euro geschätzt. Bei den ersten Vergaben kam es zu Mehrkosten, so dass insgesamt von 920 000 Euro auszugehen war. Es konnten aber Einsparungen erzielt werden. Mit der zweiten Vergaberunde liegt man nun insgesamt rund drei Prozent über den vor einem Jahr errechneten Kosten. Es wird nun von 890 000 Euro ausgegangen.

Die Gemeinde bekommt eine Förderung vom Land mit 230 000 Euro.