Plüderhausen

Schlossgartenschule: Unmut über die Entscheidung  in Teilen der Elternschaft

Schlossgartenschule
Seit 105 Jahren ist das ortsbildprägende Gebäude in der Gmünder Straße eine Schule. © Gaby Schneider

„Das darf doch wohl nicht wahr sein!“ ist ein Brief überschrieben, der die Redaktion von Vera Aiello im Namen des in Gründung befindlichen Elternvereins in Plüderhausen erreicht hat. Darin wird die Entscheidung des Gemeinderats scharf kritisiert. Denn die Eltern befürchten, dass die Grundschule demnächst vierzügig wird.

„Wenn die neue Grundschule am Hohberg aber künftig einen Raumbedarf von 15 bis 16, anstatt wie geplant 12 Klassenzimmer hat, dann wirft das neue Fragen auf. Gibt es trotzdem einen gemeinsamen Eingang für alle Grundschüler? Haben alle trotzdem noch direkten Zugang zum neu geplanten Pausenhof der Grundschule? Wie weit sind die Wege zwischen den einzelnen Unterrichtsräumen oder Aufenthaltsräumen? Ist das Jugendhaus unter diesen Bedingungen immer noch in Schulräumen zu halten? Warum wird ein Neubau fürs Jugendhaus aus finanziellen Gründen komplett ausgeschlossen, aber ein Anbau an die Schule ohne weiteres Hinterfragen hingenommen?“

Appell an den Gemeinderat: "Schaut jetzt hin!"

Dass immer wieder Kinder zurückgestellt werden, stimme zwar, „allerdings werden jedes Jahr Kinder zurückgestellt, es kommen also immer die Rücksteller aus dem Vorjahr dazu. Somit ist es plus/minus ein Nullsummenspiel.“ Auch dass manche Kinder andere Grundschulen besuchen, stimme, aber das seien nur sehr wenige, „das ist also anscheinend kein großer Faktor“.

Dass die Kindergärten auch Kinder, die nicht in Plüderhausen wohnen, besuchen, lassen sie als Argument auch nicht gelten, „da letztes Jahr beschlossen wurde, keine auswärtigen Kinder mehr aufzunehmen“.

Und natürlich gebe es auch Kinder, die wegziehen, aber „dem stehen natürlich die Zuzüge gegenüber. Und die geplanten Neubaugebiete sind da noch gar nicht berücksichtigt.“

Der Brief endet mit einem Appell: „Liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, Ihr habt uns in vielen Haushaltsdebatten versprochen, künftig besser hinzuschauen. Also schaut jetzt hin! Eine Unterbringung der Klassenstufen 1 und 2 ist im Gebäude C beispielsweise in Zukunft nicht vollständig möglich.“

"Ich bekomme deshalb keine Panik", sagt Rektor Groitzsch

„Die Schule wird über kurz oder lang vierzügig“, bestätigt Rektor Jürgen Groitzsch, Aber „ich gehe nicht davon aus, dass alle Grundschulklassen gleich vierzügig werden“. Selbst wenn das so kommen sollte, gäbe es noch ein Raumpotenzial in den Gebäuden. „Ich bekomme deshalb keine Panik. Die nächsten vier oder fünf Jahre kommen wir auf jeden Fall zurecht.“ Selbst wenn alle Jahrgänge vierzügig nachrücken über mehrere Jahre, könnte die Schule das durch Umlegung von Räumen hinbekommen. Auf längere Zeiträume zu planen, ist aus seiner Sicht „äußerst spekulativ“. Zumal etwa die Zukunft der Werksrealschule ungewiss sei. Grundsätzlich freue sich die Schule über die Entscheidung des Gemeinderates. Nun gehe es darum, die Grundschule oben am Schulzentrum für die Kinder auch möglichst gut zu gestalten.

„Das darf doch wohl nicht wahr sein!“ ist ein Brief überschrieben, der die Redaktion von Vera Aiello im Namen des in Gründung befindlichen Elternvereins in Plüderhausen erreicht hat. Darin wird die Entscheidung des Gemeinderats scharf kritisiert. Denn die Eltern befürchten, dass die Grundschule demnächst vierzügig wird.

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„Wenn die neue Grundschule am Hohberg aber künftig einen Raumbedarf von 15 bis 16, anstatt wie geplant 12 Klassenzimmer hat, dann wirft das neue Fragen auf.

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