Plüderhausen

Stühlerücken bei der CDU-Fraktion: Susanne Pfeiffer geht, Marcus Weller kommt

21-05-20 18-14-57 0163
Susanne Pfeiffer verlässt den Gemeinderat (hier mit Bürgermeister Andreas Schaffer).

Nach sieben Jahren im Plüderhäuser Gemeinderat wurde Susanne Pfeiffer am Donnerstagabend aus dem Gremium verabschiedet. Die CDU-Rätin zieht von Plüderhausen nach Winterbach und kann daher nicht mehr Mitglied des Gremiums sein.

In seiner Verabschiedungsrede bezeichnete Bürgermeister Andreas Schaffer sie als „offen und geraderaus“, als eine sehr aktive Mitbürgerin und Gemeinderätin, die in ihrer Zeit im Gemeinderat Mitglied des Verwaltungsausschusses, des Schulbeirats war– und auch bei der Gartenschau, dem Ehrenamtsempfang sowie dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung mitgemischt hat. Fünf Jahre habe sie zudem im Elternbeirat gesessen, zwei Jahre davon als Vorsitzende.

Bürgermeister Andreas Schaffer: Pfeiffer war „eine Bereicherung“

„Sie waren eine Bereicherung, weil Sie hier deutlich Ihre Meinung gesagt haben“, sagte Schaffer. Pfeiffer habe nicht zu viele Wortmeldungen gemacht, „aber wenn Sie sich gemeldet haben, hat man aufmerksam zugehört, denn es war meistens gewichtig“. Was CDU-Rat Andreas Theinert mit „Net meistens, immer“ kommentierte.

Als Wahl-Plüderhäuserin habe sich die 54-Jährige, nach anfänglichem Fremdeln, schnell eingelebt und für den Ort verdient gemacht, meinte der Bürgermeister. „Wir lassen dich ungern ziehen, haben aber Verständnis für die Veränderung“, sagte Schaffer, der Pfeiffer für ihr Engagement dankte. „Wir haben gut zusammengearbeitet, auch wenn du nicht immer der Meinung der Verwaltung warst.“

Ulrich Scheurer: "Wir lassen dich nur ungern ziehen"

Der CDU-Rat Ulrich Scheurer bezeichnete den Abgang von Pfeiffer als „Zäsur“ für seine Gemeinderatsfraktion. Die Vorsitzende Richterin am Landgericht habe großes Vertrauen in der Bürgerschaft genossen, sei äußerst zuverlässig und fachlich kompetent gewesen, habe sich eingemischt und Spuren hinterlassen. „Für den Gemeinderat war sie ein wahrer Glücksfall, vor allem durch den juristischen Sachverstand.“ Scheurer sagte, er sei stolz und dankbar für die gemeinsame Zeit. „Wir lassen dich nur ungern ziehen“, meinte daher auch der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Pfeiffer selbst sagte, sie sei eigentlich ein Großstadtkind, aufgewachsen im Zentrum von Dortmund. Als ihr damaliger Mann Joachim sie nach Plüderhausen brachte, habe sie mit der kleinen Gemeinde zunächst gefremdelt und sie nicht unbedingt als Schmuckstück wahrgenommen. „Aber ich habe mich hier schnell wohlgefühlt wegen der Menschen und habe Plüderhausen lieb gewonnen.“

Es sei auch nicht selbstverständlich gewesen, dass sie als „Reigschmeckte“ zweimal ins Gremium gewählt wurde (zuletzt 2019 mit 1885 Stimmen). Die Arbeit im Gremium habe ihr Spaß gemacht. Sie dankte dafür, dass ihr nie persönliche Ablehnung begegnet sei – und versicherte: „Ich geh’ mit einem weinenden Auge.“

Marcus Weller rückt zum dritten Mal nach

Für Susanne Pfeiffer ist jetzt Marcus Weller nachgerückt. Der 55-Jährige ist im Gremium alles andere als ein Unbekannter. Bereits zum dritten Mal rückt er für die CDU in den Gemeinderat nach. Der Industriemeister gehörte dem Gremium schon einmal zwischen 2005 und 2009 sowie von 2012 bis 2014 an. „Bei der CDU-Gemeinderatsfraktion Plüderhausen gibt es wie beim FC Bayern eine Ersatzbank, von der, wenn Not am Mann (oder an der Frau) ist, zu jeder Zeit hervorragende Mitglieder eingewechselt werden können“, kommentierte dies Ulrich Scheurer selbstbewusst.

Weller, der bei der Kommunalwahl vor zwei Jahren 1221 Stimmen erhalten hat, ist stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes und wird die Fraktion künftig im Gemeindeverwaltungsverband Plüderhausen-Urbach vertreten. „Ich freue mich, dass ich wieder da bin, zu Hause sozusagen“, sagte Weller nach seiner Amtseinsetzung. „In diesem Sinne ein herzliches Grüßgott.“

Nach sieben Jahren im Plüderhäuser Gemeinderat wurde Susanne Pfeiffer am Donnerstagabend aus dem Gremium verabschiedet. Die CDU-Rätin zieht von Plüderhausen nach Winterbach und kann daher nicht mehr Mitglied des Gremiums sein.

In seiner Verabschiedungsrede bezeichnete Bürgermeister Andreas Schaffer sie als „offen und geraderaus“, als eine sehr aktive Mitbürgerin und Gemeinderätin, die in ihrer Zeit im Gemeinderat Mitglied des Verwaltungsausschusses, des Schulbeirats war– und auch bei

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