Rems-Murr-Kreis

Öffnungen nach dem Vorbild von Tübingen: Rems-Murr-Kreis will Modellprojekt werden

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Symbolbild. © Benjamin Büttner

Der Rems-Murr-Kreis möchte nach dem Vorbild von Tübingen zum Modellprojekt werden und so seinen Bürgerinnen und Bürgern sowie auch den Unternehmen eine Öffnungsperspektive bieten.

Landrat Sigel: „Wir stehen bereit“

In einem gemeinsamen Schreiben an Sozialminister Manne Lucha bieten Landrat Richard Sigel und die Sprecher der Städte und Gemeinden an, im Kreis ein weiteres Modellprojekt unter dem Motto „Öffnen mit Sicherheit“ zu starten. „Wir stehen bereit, nach den Erfahrungen in einer Stadt, Erfahrungen zu Öffnungskonzepten mit konsequentem Testen in einem Flächenlandkreis zu sammeln“, sagt Landrat Sigel.

„Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Einzelhandel und die Gastronomie erwarten in dieser dritten Welle zurecht kreative Lösungen und Öffnungsperspektiven“, findet Sigel. „Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen müssen wir sicherlich weiterhin umsichtig sein. Letztlich kann uns nur das Impfen aus der Krise führen. Aber dort, wo es möglich ist, sollten wir Öffnungskonzepte erproben – auch um für die Zeit nach der dritten Welle gewappnet zu sein.“

Mit negativem Corona-Test zum Friseur oder ins Theater

In Tübingen läuft seit etwa eineinhalb Wochen und bis zum 4. April ein Modellprojekt zu mehr Öffnungsschritten in Corona-Zeiten. An neun Teststationen können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen. In einer ersten Zwischenbilanz zeigte sich Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) trotz Unregelmäßigkeiten bei der Testauswertung zufrieden.

Das Pilotprojekt in Tübingen habe einen wesentlichen Impuls gegeben für weitere Initiativen auch über die Landesgrenzen hinaus, sagte ein Sprecher des Staatsministeriums der dpa. Erwartungsgemäß seien bereits viele Anfragen und auch Anträge für ein Modellvorhaben beim Gesundheitsministerium eingegangen. „Wir sind gerade auf allen Ebenen mit der kommunalen Seite über das Thema Modellprojekte im Gespräch“, sagte er weiter.

Zunächst sollten die Ergebnisse und Erfahrungen aus Tübingen ausgewertet werden. Es müsse geklärt werden, ob mit Tests einzelne weitere Pilotprojekte im Land umgesetzt werden könnten, sagte Gesundheitsminister Lucha zudem.