Rems-Murr-Kreis

Abzocke per Smartphone: So schützen Sie sich vor Abofallen

Smartphone_0
Im Sog digitaler Welten. © Christine Tantschinez

Ein unbedachter Klick auf dem Smartphone kann ganz schön ins Geld gehen. Einmal versehentlich auf eine Werbeeinblendung auf mobilen Webseiten, in Apps oder Spam-Nachrichten gedrückt und schon kann man sich ein kostspieliges Abo einfangen. Über die Rechnung des Mobilfunkanbieters werden dann die Forderungen sogenannter Drittanbieter eingetrieben – das können monatliche Kosten von 5 Euro bis zu 7 Euro pro Woche sein.

Die Verbraucherschutzzentrale NRW hat dazu ein Video erstellt:

Was kann ich tun, wenn ich solche Kosten auf der Mobilfunkrechnung finde?

  1. Die Verbraucherschutzzentrale NRW rät, die Abo-Betreiber ausfindig zu machen und sich an den in der Rechnung aufgeführten Kontakt zu wenden, telefonisch oder per E-Mail.
  2. Das ungewollte Abo bei der Abrechnungsfirma oder direkt beim Abo-Betreiber deaktivieren, online oder per Brief. Den gezahlten Betrag kann und sollte man beanstanden und zurückfordern. Die Verbraucherschutzzentrale NRW stellt hierzu  Musterbriefe zur Verfügung.
  3. Falls die Rückforderung beim Abo-Betreiber erfolglos bleibt, wenden Sie sich an Ihren Mobilfunkanbieter und fordern Sie dort das Geld zurück (Musterbrief hier). Erfahrungsgemäß wird sich der Mobilfunkanbieter hier wenig kooperativ zeigen, schließlich hat er die Kosten des Drittanbieters übernommen und stellt Ihnen diese mit einem gewissen Aufschlag nun in Rechnung. Aber: Bleiben Sie hier hartnäckig und nehmen Sie die Hilfe von Verbraucherschutzzentralen in Anspruch.

Wie kann ich mich generell vor solchen Abofallen schützen?

  1. Der sicherste Weg führt über die sogenannte „Drittanbietersperre“ bei Ihrem Mobilfunkbetreiber (Musterbrief gibt es hier). Damit werden mögliche Zusatzkosten generell ausgeschlossen, jedoch stehen Ihnen dann keinerlei anderen Dienste zur Verfügung.
  2. Achten Sie generell darauf, welche Seiten Sie besuchen. In sozialen Netzwerken wie Facebook locken Falschmeldungen mit hanebüchenen Schlagzeilen ( Bsp. „Schwarzenegger gestorben“) und Gewinnspielen auf dubiose Seiten, gespickt mit Abofallen. Dort kann man sich auch Trojaner oder Viren einfangen, die unbemerkt Verbindungsdaten weiter geben.
  3. Auf der Internetseiten des ZDDK  www.mimikama.at finden sich täglich aktualisierte Warnungen über Falschmeldungen, Internet-Hoaxes und Abzocke-Seiten.
  4. Kaufen Sie möglichst keine Klingeltöne, Filme, Bilder oder ähnliches für Ihr Handy, indem Sie eine SMS oder Nachricht an eine bestimmte Kurzwahlnummer senden. Meistens bleibt es nicht bei dieser einen Aktion, sondern es handelt sich um ein verschleiertes Abo. Die Hinweise auf die Abo-Regelungen sind meistens so gut versteckt, dass man sie erst nach gründlicher Suche findet.
  5. Achten Sie auch bei kostenlosen Spielen auf versteckte Zusatzdienste und Kauf-Optionen.

Weitere Hinweise zum Umgang mit Abofallen finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentrale NRW