Rems-Murr-Kreis

Acht Eurofighter üben Tanken am Himmel über dem Remstal

Luftkampf Eurofighter Remstal
Acht Eurofighter der Bundeswehr über dem Remstal. © Gabriel Habermann

Am Himmel ist derzeit recht wenig los. Der Flugbetrieb von Lufthansa, Easyjet & Co. ist in der Coronakrise so gut wie lahmgelegt. Umso mehr aufgefallen sind am Donnerstagvormittag (07.05.) die Militärjets im Himmel über dem Remstal. Zwischen 9 Uhr und 11 Uhr befanden sich insgesamt acht Eurofighter und ein Tankflugzeug (A310) im Luftraum TRA 207/307/407, teilte das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf Anfrage mit. Es habe sich um einen Routineübungsflugbetrieb gehandelt. Geübt wurde Air-to-Air-Refueling, also die Luftbetankung. „Diese ermöglicht es bei Luftoperationen, die Flugzeit zu erhöhen, ohne dass der Pilot dafür landen muss und dadurch wertvolle Zeit verliert.“ Für Kampfflugzeuge gebe es die Möglichkeit, mit einem Minimum an Treibstoff zu starten und damit die Waffenlast beim Start zu erhöhen. Bei Überführungsflügen kann durch AAR die Reichweite erheblich verlängert werden.

Militärische Flugübungen sind im Rems-Murr-Kreis immer mal wieder zu beobachten. So beispielsweise im Dezember vergangenen Jahres. Wo sich die Jets tummeln, entscheidet die Luftwaffe. Militärische Flüge am Tage werden durch die fliegenden Verbände der Bundeswehr in eigener Zuständigkeit geplant und sind nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden. Damit soll erreicht werden, dass sich die Flugbewegungen im niedrigen Höhenband möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik verteilen.

Luftkampf Eurofighter Remstal
Luftwaffe trainiert mit Kampfjets über dem Rems-Murr-Kreis. © Gabriel Habermann


Während der Militärübungen ist der Luftraum für andere Flugzeuge gesperrt. Für verschiedene Übungsflugvorhaben, insbesondere von Abfangjägern ist es unerlässlich, bestimmte Lufträume für den Zeitraum dieses Trainings von Verkehrsflugzeugen komplett freizuhalten. Nur unter dieser Voraussetzung könnten diese Übungen effektiv und vor allem sicher durchgeführt werden, da sie in der Regel viel Platz erfordern. Zu diesem Zweck sind in Deutschland spezielle Lufträume eingerichtet, die bei Bedarf für einen bestimmten Zeitraum aktiviert beziehungsweise für den militärischen Flugbetrieb reserviert werden, erklärt das Luftfahrtamt. Dies seien die sogenannten Temporary Reserved Airspace, kurz TRA. Während der Aktivierungszeit dürfen sich nur noch dafür freigegebene Luftfahrzeuge in diesem Luftraum aufhalten. Während der Nutzung der TRA ist der zuständige Fluglotse dafür verantwortlich, dass die dort geltenden Bestimmungen eingehalten werden. Nach Beendigung der jeweiligen Übung und dem Ausfliegen der angemeldeten Luftfahrzeuge wird die TRA entweder deaktiviert oder dem nächsten Nutzer zugeteilt.