Rems-Murr-Kreis

Althütte-Sechselberg: Isolierunterkunft für Flüchtlinge schließt

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Im früheren Jugendfreizeitheim in Althütte-Sechselberg leben jetzt Menschen in Quarantäne. © ZVW/Benjamin Büttner

Das Regierungspräsidium Stuttgart muss die für das Land betriebene temporäre Isolierunterkunft für an Covid-19 erkrankte Flüchtlinge in der Erstaufnahme in Althütte-Sechselberg schließen. Das Gelände der früheren Freizeiteinrichtung des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes wird verkauft und kann daher nicht weiter durch das Land genutzt werden. Die temporäre Unterkunft diente in den vergangenen zwölf Monaten als Isoliermöglichkeit für die in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes bestätigten Corona-Fälle.

Untergebracht waren in Althütte-Sechselberg seit der Inbetriebnahme rund 480 Geflüchtete – Einzelpersonen und Familien – mit nur milden oder keinen Symptomen. Durch die langjährige Erfahrung des dort eingesetzten Personals konnte eine optimale Versorgung gewährleistet werden. Die örtlichen Begebenheiten sowie der Einsatz technischer Ausstattung – zum Beispiel eine Personenschleuse – sorgten für einen umfassenden Schutz zur Sicherstellung der Vorgaben der Quarantänevorgaben.

„Dank der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, wie den Dienstleistern, der Gemeinde und dem Landkreis konnten wir für das Land diese Aufgabe mit Bravour meistern“, betonte Regierungspräsident Wolfgang Reimer. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der neuen gemeinsamen Unterkunft in Stuttgart für einen adäquaten Ersatz sorgen können“, sagte der Regierungspräsident.

Bei der neuen temporären Isolierunterkunft, die das Regierungspräsidium Stuttgart für das Land betreibt, handelt es sich um eine bereits bestehende Schutzeinrichtung der Landeshauptstadt Stuttgart in Stuttgart-Nord. In dieser Schutzunterkunft werden von der Stadt schon bisher Flüchtlinge untergebracht, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, sowie deren unmittelbare Kontaktpersonen und weitere Personenkreise, die sich nicht selbst isolieren können. Am Donnerstag, 1. April 2021, übernahm das Land Baden-Württemberg diese Einrichtung in Stuttgart und wird sie künftig gemeinsam mit der Landeshauptstadt führen.

In der Unterkunft können 120 Personen wohnen. Seit dem 1. April werden erkrankte Geflüchteten aus den Erstaufnahmeeinrichtungen der vier Regierungsbezirke des Landes in die Einrichtung verlegt. Der Betrieb der Einrichtung ist zunächst – mit Verlängerungsoption – bis Ende Juni 2021 vorgesehen.