Rems-Murr-Kreis

Am Mittwoch Warnstreik an der Winnender Klinik: Pflegekräfte fordern angemessene Bezahlung

Krankenhaus
Das Klinikum Winnenden. © Benjamin Büttner

Für Mittwoch, 30. September, hat die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder zu einem Warnstreik an den Rems-Murr-Kliniken aufgerufen. Davon betroffen ist der Standort in Winnenden. Bemerkenswert: Die Klinikleitung solidarisiert sich in einer Pressemitteilung mit den Forderungen der Streikenden.

Gemeinsam mit Verdi haben die Rems-Murr-Kliniken daher eine Notdienstvereinbarung getroffen, um die medizinische Versorgung auch während des Warnstreiks in gewohntem Maße sicherzustellen. Für Patienten und Besucher werde es keine spürbaren Einschränkungen geben, heißt es in einer Pressemitteilung der Rems-Murr-Kliniken: „Die Patientenversorgung findet auch am 30. September wie vorgesehen statt. Die Notaufnahme in Winnenden steht den Patienten unverändert und in vollem Umfang zur Verfügung. Für die Rems-Murr-Kliniken ist es ein wichtiges Anliegen, den medizinischen Versorgungsauftrag ohne Unterbrechung fortzuführen.“

Den Rems-Murr-Kliniken, heißt es weiter, sei es aber auch „ein wichtiges Anliegen, dass die Mitarbeiter nicht nur eine symbolische, sondern eine materielle Anerkennung für ihr außerordentliches Engagement bekommen. Die jetzt im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes vorgestellte Prämienzahlung ist dazu ein erster Schritt, auch wenn die Verteilungsmechanismen noch geklärt werden müssen. Vor diesem Hintergrund haben die Kliniken Verständnis für den Wunsch der Mitarbeiter, jetzt auch eine Verbesserung der Tarifstruktur zu erreichen. Diese langfristige Aufwertung kommt unmittelbar bei den Mitarbeitern an und kann durch die Rems-Murr-Kliniken als Krankenhausträger über das Gesundheitssystem refinanziert werden. Mit diesem gemeinsamen Ziel vor Augen appellieren die Kliniken an die Tarifpartner, sich in fairen Verhandlungen und in Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region zu einigen.“