Rems-Murr-Kreis

Apfelbörse startet in die neue Saison

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© Grafik: Mazur
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Wer die Apfelbörse nutzen möchte, muss sich nur an diese einfachen Regeln halten.

Waiblingen. Die Bäume hängen übervoll. Gab es im letzten Jahr wegen des April-Frosts fast keine Äpfel, wird die Ernte in diesem Jahr üppig. Doch leider liegt schon jetzt viel Obst auf dem Boden und vergammelt, anstatt dass es im Korb und dann in der Safterei oder im Kuchen oder ganz einfach im Mund verschwindet. Wie schade! Deshalb starten wir jetzt wieder unsere Apfelbörse in der Facebook-Gruppe "Apfelbörse Rems-Murr".

Obst auf dem Boden und schon ganz faulig? Das muss nicht passieren! Es gibt doch die Apfelbörse des Zeitungsverlags Waiblingen! Ganz klar: Obstbäume machen Arbeit. Und so mancher hat einfach nicht mehr die Zeit dafür. Oder keine Lust. Oder keine Kraft. Aber auf der anderen Seite gibt es aber so viele Jugendgruppen, Vereine, Familien, Hilfsorganisationen, Kindergartengruppen und Schulklassen, die gerne Obst hätten, um reinzubeißen, um Saft zu pressen oder Kuchen zu backen. Manche würden auch gerne das Kässle für die besonderen Wünsche auffüllen. Das geht gut, wenn sich vorher viele fleißige Helfer bücken, Äpfel auflesen und die volle Ladung dann in die verschiedenen Saftereien des Rems-Murr-Kreises fahren.

Bei uns finden Stücklesbesitzer und Apfelsammler zusammen

Und hier kommt die Apfelbörse ins Spiel: Denn hier finden Stücklesbesitzer und Apfelsammler zusammen. Und ganz klar – es dürfen auch Birnen, Zwetschgen, Mirabellen und was sonst noch so alles auf den Bäumen hängt, angeboten und angefragt werden. Nur eines ist unumstößlich: Bei der Apfelbörse fließt kein Geld. Hier gibt’s Obst für Arbeit und sonst nichts. Und außerdem ist es natürlich selbstverständlich, dass alle rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst an die Sache rangehen. Auf den Baumwiesen wird nichts zerstört. Denn die Baumwiesen sind unsere Natur, unsere Oase. Sie sollen, sie müssen erhalten werden. Und unsere Vereine, Jugendgruppen, Familien, Schulklassen oder Kindergartengruppen, die sich so engagieren, dürfen wertgeschätzt werden. Wenn das alles klappt – und wir haben gute Erfahrungen – geht’s wirklich kaum mehr nachhaltiger, lokaler und umweltfreundlicher.


Die Apfelbörse

Wer der Gruppe beitreten will, muss drei Fragen beantworten. Damit wollen wir sicher gehen, dass nur Leute aus dem Rems-Murr-Kreis in der Apfelbörse sind, die auch ernsthaftes Interesse daran haben, sie zu nutzen.

Wir hören nach der Erntezeit nicht auf, sondern machen als Baumschnittbörse weiter. Schließlich müssen auch Streuobstwiesen gepflegt werden. Genauere Infos dazu gibt’s später im Herbst.