Rems-Murr-Kreis

Berufswettbewerb des Handwerkers: Sechs Sieger stammen aus dem Rems-Murr-Kreis

moosmann
Solche Holzblasinstrumente werden in Waiblingen bei der Firma Moosmann hergestellt. Laura Claassen aus Waiblingen wurde dort mit ihrer Gesellenprüfung Landessiegerin des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks. © Gaby Schneider

21 Handwerksgesellen aus der Region sind die Besten ihres Fachs im ganzen Land, sechs Sieger stammen aus dem Rems-Murr-Kreis. Als Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks „Profis leisten was“ haben sie sich jetzt für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Die Bandbreite der Ausbildungsberufe reicht von der Bestattungsfachkraft über den Gerüstbauer bis zum Weintechnologen.

Die erfolgreichen Gesellen des diesjährigen Prüfungsjahrgangs haben sich beim Leistungswettbewerb gemessen und nach dem Kammersieg den Landessieg geholt. Von den 84 Landessiegern stammen 21 junge Gesellen, davon acht Frauen, aus der Region Stuttgart. Sie haben in ihren Gewerken aufgrund ihrer guten Noten oder herausragenden Arbeitsproben - wie beispielsweise bei den Berufen Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk oder Glaser/in - am besten abgeschnitten. Fortan können sie sich nicht nur Kammersieger, sondern auch Landessieger nennen.

Aus dem Rems Murr Kreis sind das der Fleischer Julian Rupp aus Sulzbach/Murr, die Holzblasinstrumentenmacherin Laura Classen aus Waiblingen, die Fahrzeugsattlerin Cheyenne Jilke aus Sulzbach/Murr, die Textilreinigerin Paula Reimann aus Backnang, der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer Michael Herzog aus Fellbach und der Goldschmied Paolo Inticori Käch Castro aus Fellbach.

Siegesfeier muss coronabedingt ausfallen

„Die Feier muss dieses Jahr Corona-bedingt ausfallen, nicht aber die Würdigung der großartigen Leistungen des Handwerksnachwuchses“, betont Thomas Hoefling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. Im Rahmen des Wettbewerbs konnten sich Handwerksgesellen mit ihrer hochqualifizierten Ausbildung eine hervorragende Grundlage schaffen, um in ihrem Gewerk und in ihrer Karriere beruflich weiter voranzukommen. Im Rahmen des Wettbewerbs bezeichnete Kammerchef Thomas Hoefling die Sieger als die „besten Nachwuchstalente Baden-Württembergs in ihrer Branche“. Sie seien vorbildliche Botschafter für das positive Image des Handwerks. Um so weit zu kommen, müsse man viel Talent und Motivation mitbringen, zum anderen brauche es auch herausragende Ausbildungsbetriebe, die entsprechendes Wissen vermitteln können. „Das alles spricht für die Qualität im Handwerk“, erklärt Hoefling. Im Übrigen solle der Wettbewerb auch Schulabgängern und Berufsanfängern als Anreiz und Motivationsschub dienen. „Wer im Handwerk weit kommen will, muss durchstarten und mit Leistung überzeugen.“

Gleich zweimal freuen dürfen sich drei Kammersieger. Sie erhalten den Förderpreis des Rotary Clubs Stuttgart. Mit dem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro werden besonders begabte und motivierte Handwerker unterstützt. Ein Scheck ging an Julian Rupp, Fleischer aus Sulzbach/Murr.

Zum Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks, den es seit 1951 gibt, werden die Handwerker mit dem jeweils besten Ergebnis in der praktischen Gesellenprüfung nominiert. Anhand der Prüfungsergebnisse oder in eigenen Wettbewerben werden die Besten des jeweiligen Gewerks ermittelt, die dann auch auf Landes- und Bundesebene antreten.

Die gute Form im Handwerk

In einigen Gewerken wird außerdem der Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk“ ausgetragen, in dem besondere Gestaltungsideen prämiert werden. Auch hier gingen zwei Preise in den Rems-Murr-Kreis. Erster Preisträger wurde Goldschmied Paolo Inticori Käch Castro, zweite Preisträgerin wurde die Orthopädieschuhmacherin Imke Renken aus Fellbach.