Rems-Murr-Kreis

Bundesweiter Warntag: Die wenigen Sirenen im Rems-Murr-Kreis haben funktioniert, die Warn-App NINA nicht

Warntag
Die Warnapp Nina hat bei vielen Nutzern nicht funktioniert. © Alexandra Palmizi

Ein Hoch auf die alte Sirenen-Technik – die neue, digitale Technik hat am ersten bundesweiten Warntag diesen Donnerstag (10.09.) in Teilen versagt:  Viele Nutzer der Warn-App NINA meldeten, es sei nicht wie angekündigt um 11 Uhr eine Probewarnung über die App gemeldet worden.

Wie kam es zur Verzögerung?

"Wir wissen, dass es teilweise geklappt hat", sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Teilweise sei es aber auch zu einer Überlastung des modularen Warnsystems gekommen. "Deshalb gibt es gerade Verzögerungen bei der Auslösung."

Die App soll Nutzer vor Gefahren warnen - an diesem Donnerstag sollte sie einen Probealarm übermitteln. Der Chef des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, wollte am Mittag eine erste Reaktion auf den 20-minütigen Probealarm abgeben.

Pünktlich um 11 Uhr erklangen im Rems-Murr-Kreis aber die Sirenen – allerdings natürlich nur dort, wo noch Sirenen in Betrieb sind. Es existiert im Rems-Murr-Kreis kein flächendeckendes Sirenen-Netz mehr. Für kurze Zeit laut wurde es anlässlich des Warntages beispielsweise in Winterbach. In Weiler zum Stein waren Sirenen aus dem Nachbarlandkreis Ludwigsburg zu hören.

Vorbereitung auf Gefahrenlagen

Eine Kurz-Umfrage unter Passanten in Waiblingen ergab: Über NINA erreichte die Probewarnung niemanden der Befragten. Eine Passantin sagte, sie habe erwartet, Sirenen in Waiblingen zu hören um 11 Uhr. Doch es sind dort keine Sirenen mehr in Betrieb.

Erstmals seit der Wiedervereinigung war um 11 Uhr der bundesweite Probealarm ausgelöst worden. Der sogenannte Warntag dient als Vorbereitung auf Gefahrenlagen wie schwere Unwetter, Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge.