Rems-Murr-Kreis

Corona-Inzidenz am Montag (29. März) bei 142: Was das für den Rems-Murr-Kreis bedeutet

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Der Einzelhandel darf offen bleiben. © ALEXANDRA PALMIZI

Das wird absehbar noch ordentlich Verwirrung stiften: Die neue baden-württembergische Corona-Verordnung macht es stark von der Inzidenz abhängig, was in einem Landkreis erlaubt ist und was nicht. Der Schlüsselwert: Wenn es in einem Kreis 100 oder mehr Neu-Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt, dann greift die sogenannten Notbremse.

Am Montag (29. März) liegt die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis nun bei 142 - und somit am fünften Tag in Folge über der 100er-Marke. Der Kreis wird daher wie in der Corona-Verordnung des Landes vorgesehen die Notbremse ziehen und die Regelungen ab Dienstag (30. März) noch einmal verschärfen. 

Zwar pocht Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch auf die konsequente Umsetzung der Notbremse in Hotspot-Gebieten mit über 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche. Gleichwohl lockerte seine Landesregierung am Sonntag die Regeln für private Zusammenkünfte in Gebieten mit hohen Infektionszahlen - im Gegensatz zum Nachbar Bayern. Treffen von zwei Haushalten mit bis zu fünf Personen sind von diesem Montag an auch in Gegenden mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner erlaubt. Die Notbremse sieht eigentlich vor, dass sich in Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz von über 100 nur ein Haushalt mit einer zusätzlichen Person treffen darf. Zuletzt hatte es geheißen, die Lockerung sei eine Sonderregelung für die Osterfeiertage.

Nachdem Bund und Länder am vergangenen Mittwoch kurzfristig die sogenannte Osterruhe wieder kassiert haben, bleibt von den angedachten Verschärfungen zunächst nur die Maskenpflicht für Mitfahrende im Auto übrig. Demnach müssen künftig Menschen, die bei anderen im Auto mitfahren, eine medizinische Maske tragen - solange sie nicht zu einem Haushalt gehören. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt. Das Staatsministerium veröffentlichte am Sonntag eine entsprechende Verordnung.

Darüber hinaus müssen die Buchhändler ab Montag ihre Läden wieder für den normalen Publikumsverkehr schließen. In der neuen Corona-Verordnung wurden die Buchläden aus der Liste der Grundversorger gestrichen. Grund ist ein entsprechendes Urteil des Verwaltungsgerichtshofs. «Der Buchhandel gehört nicht mehr zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs.» Wer ein Buch kaufen will, muss nun wieder einen Termin ausmachen, um sich im Laden umsehen zu können (Click&Meet). In Hotspot-Regionen gilt, dass man ein Buch online bestellen und es dann nach Vereinbarung eines Termins abholen kann (Click&Collect).