Rems-Murr-Kreis

Coronavirus: Unsicherheit bei Skiurlaub-Rückkehrern

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Rems-Murr-Kreis.
Eine Vielzahl von Urlaubsrückkehrern aus Südtirol hat sich am Wochenende aufgrund von Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen und Fieber besorgt an das Gesundheitsamt des Ostalbkreises gewandt. Die Kreisbehörden hatten deshalb am Sonntag vorsorglich folgenden Personengruppen anbefohlen ihren Einrichtungen bis auf Weiteres fernzubleiben: „Schülerinnen und Schüler, Kindergartenkinder und Betreute in Tageseinrichtungen, Lehrkräfte und Betreuungspersonal in Schulen, Erzieherinnen und Erzieher sowie Betreuungspersonal in Kindergärten und Kindertagesstätten sowie Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeheimen.“

Dann am Montag der Rückzieher: Nachdem das Robert-Koch-Institut am Vormittag bei der Aktualisierung der Corona-Risikogebiete Südtirol weiterhin nicht als Risikogebiet einstufte, aktualisierte auch das Landratsamt Ostalbkreis in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt und den verantwortlichen Ministerien seine Empfehlungen: „Demnach können all diejenigen, die nicht aus einer als Risikogebiet eingestuften Region zurückkehren – also auch die Rückkehrer aus Südtirol – und die keine Symptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber oder Durchfall aufweisen, Gemeinschaftseinrichtungen besuchen.“

Beim Schulamt in Backnang registrierte man am Montag keine außergewöhnlich vielen Krankmeldungen in den Bildungseinrichtungen im Rems-Murr-Kreis nach den Faschingsferien, sagte Roland Jeck, stellvertretender Schulamtsleiter. Und: Unsere Kreisbehörden beschränken ihre „Bleiben-Sie-vorsorglich zu-Hause“-Verfügung weiterhin nur auf Menschen, die in Kontakt mit Corona-Erkrankten standen sowie auf Rückkehrer aus ausgewiesenen Risikogebieten, also vor allem aus Teilen Chinas, Südkoreas und des Irans.

Der Corona-Infizierte im Rhein-Neckar-Kreis, der in Heidelberg im Krankenhaus ist, hatte sich beim Skiurlaub in Südtirol angesteckt. Der Infizierte aus dem Kreis Göppingen fing sich das Virus in Mailand (Lombardei) ein. Das Robert-Koch-Institut stuft in Italien weiterhin „lediglich“ die Lombardei, die Region Emilia-Romagna und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete ein.

Experten-Telefone

Unter  0 71 51 / 5 01 30 00 können sich Bürgerinnen und Bürger werktags von 8 bis 17 Uhr an das Gesundheitsamt Rems-Murr wenden. Nach wie vor hat auch das Landesgesundheitsamt eine Bürgerhotline geschaltet: Sie erreichen die Mitarbeiter von Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr, unter: 0711 / 90 43 95 55.