Rems-Murr-Kreis

Damit die Versorgung in der Pandemie nicht zusammenbricht: Mehr Impfstoff für das medizinische Personal im Rems-Murr-Kreis

Kreisimpfzentrum
Das Kreisimpfzentrum in der Waiblinger Rundsporthalle bietet am Freitag einen Impftag für das medizinische Personal an. © ALEXANDRA PALMIZI

Im Rems-Murr-Kreis geht es mit den Corona-Schutzimpfungen voran - wenn auch weiterhin in kleinen Schritten. Da das Kreisimpfzentrum für die ersten Wochen mehr Impfstoff vom Land geliefert bekommen hat als angekündigt, gibt es am Freitag, 5. Februar, einen zusätzlichen Öffnungstag, teilt das Landratsamt mit. An diesem Tag wird medizinisches Personal der obersten Prioritätengruppe geimpft: Mitarbeitende in Notfallpraxen und Fieberambulanzen, in Corona-Schwerpunktpraxen, im ZfP/Gerontopsychiatrie, bei Rettungsdiensten, im Corona-Testzentrum und bei ambulanten Pflegediensten. Ziel ist, die medizinischen Berufsgruppen zu schützen und die Versorgung in der Pandemie sicherzustellen. Die ärztliche Leitung des Kreisimpfzentrums ist auf diese Einrichtungen zugegangen und hat ihnen ein Impfangebot gemacht.

„Wir verimpfen jeden Tropfen Impfstoff so schnell und sinnvoll wie möglich“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel laut Pressemitteilung. „Da wir nach den Vorgaben des Landes nur 150 Termine pro Woche in das Buchungssystem eintragen können, stellen wir den zusätzlichen Impfstoff dem medizinischen Personal der obersten Prioritätengruppe zur Verfügung - denjenigen, die an vorderster Front arbeiten und sich Tag für Tag der Gefahr einer Infektion aussetzen.“ Dies sei auch ein klares Signal an die Kreisärzteschaft an Rems und Murr, mit der das Landratsamt schon die gesamte Krise hindurch einen engen Austausch pflege und zusammenarbeite. „Wir stellen durch die Impfung des medizinischen Personals sicher, dass die medizinische Versorgung im Landkreis bestehen bleibt - auch wenn eine dritte Welle aufgrund von Mutationen kommen sollte. Gerade jetzt, in der Pandemie, sind wir auf diese Berufsgruppen mehr angewiesen denn je.“

Dr. Jens Steinat, Pandemiebeauftragter der Kreisärzteschaft, begrüßt die zusätzliche Impfung des medizinischen Personals: „Trotz der momentanen Knappheit ist es sehr wichtig, die medizinischen Berufsgruppen der Priorität 1 schnell zu impfen: erstens als Wertschätzung für ihren Einsatz. Sie alle sind ein erhebliches persönliches Risiko eingegangen, im Sinne des Dienstes an unseren Patienten und der Überwindung der Pandemie. Zweitens zum Schutz genau dieser Strukturen vor einer möglichen dritten Welle und der Gefahr der schnellen Ausbreitungen der Mutanten. Geimpftes Personal schützt zudem die zu versorgenden Patienten.“