Rems-Murr-Kreis

Das COVFEFE-Gesetz

Grafitti von Donald Trump mit Flagge_0
Ein Bild von Donald Trump auf rissigem Untergrund. © Christine Tantschinez

Washington. Ein Kongressabgeordneter der Demokraten aus Illinois hat am Montag einen Gesetzentwurf eingebracht, der vorsieht, auch alle sozialen Tweets des US-Präsidenten zukünftig zu speichern. Der Name der Gesetzesvorlage könnte nicht treffender sein: COVFEFE

Der Gesetzentwurf von Mike Quigley, Kongressabgeordneter aus Ilinois, sieht eine Ergänzung des "Presidential Records Act" aus dem Jahr 1978 vor. Der PRA schreibt den Präsidenten und dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten vor, dass jede Korrespondenz archiviert und für die Nachwelt aufgehoben werden muss. Allerdings gilt das wohl bislang nicht für die digitalen Kommentare der Staatsoberhäupter über soziale Netzwerke. Der "Commuications Over Various Feeds Electronically for Engagement"-act soll nun genau die Lücke schließen. Und trägt deshalb zurecht die geniale Abkürzung COVFEFE

Mike Quigley Quelle: Twitter

Der Name des Gesetzentwurfes stammt von Trump persönlich. Covfeve ist die schon legendäre Wortschöpfung des US-Präsidenten aus seinem Twitter-Tweet "Despite the constant negative press covfefe". Offensichtlich einfach ein Schreibfehler (vermutlich wollte der Präsident schlicht sein Leid über die "negative press coverage" klagen) und ungestüm nachts in die Welt hinausgepostet. Danach aber wurde der Tweet einfach gelöscht und der Beraterstab rund um Trump gab sich alle Mühe, aus #Covfefe einen Insiderjoke zu machen, der nicht nur absichtlich von Trump gepostet wurde, sondern auch noch eine geheime und nur für Eingeweihte zu entziffernde Bedeutung habe. 

Quigley gibt als Grund für seinen Gesetzesentwurf Trumps "häufigen, ungefilterten Gebrauch seines persönlichen Twitter-Accounts" an. "Tweets sind mächtig und der Präsident sollte für jeden Post zur Verantwortung gezogen werden können"