Rems-Murr-Kreis

Der Remstal-Radweg ist auf dem Schlussspurt

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Die blaue Remstalwelle kennzeichnet den Remstal-Radweg von Weinstadt über Remseck nach Aalen. Kilometerangabe inklusive. © ZVW/Benjamin Büttner

Weinstadt. Der Remstal-Radweg wird fit für die Gartenschau gemacht. Für Radler heißt die Devise: immer der blauen Remswelle hinterher. Die offizielle Eröffnung ist am 23. Juni. Bis dahin müssen Radfahrer, die von Remseck nach Aalen unterwegs sind, aber noch mit ein paar Umleitungen rechnen.

Der Remstal-Radweg ist ein Beitrag des Landkreises Rems-Murr für die Remstal-Gartenschau, die am 11. Mai beginnt. Schon heute ist dieser Radweg entlang der Rems eine beliebte, in der Vergangenheit allerdings auch oftmals etwas holprige Freizeitradstrecke. Zur Remstal-Gartenschau soll sie eine ADFC-Qualitätsradroute mit drei Sternen werden, teilt das Landratsamt mit.

Es wäre die zweite ADFC-Qualitätsradroute im Landkreis nach dem 157 Kilometer langen Stromberg-Murrtal-Radweg, der ebenfalls drei Sterne aufweist und den Rems-Murr-Kreis im Norden durchschneidet. Er führt von Karlsruhe nach Gaildorf. Das Urteil des ADFC lautet: „Ein Radweg mit einer soliden Ausstattung. Der Weg wird zum Großteil auf autofreien beziehungsweise verkehrsarmen Strecken geführt.“

Ziel: ADFC-Qualitätsradroute mit drei Sternen

Auf ebenfalls drei Sterne hofft die Tourismusbeauftragte Birgit Orner für den neuen Remstal-Radweg. Um überhaupt infrage zu kommen, muss der Radweg einen Schlenker von Remseck zurück nach Weinstadt machen.

Denn eines der zehn Kriterien für eine ADFC-Qualitätsroute sind mindestens 100 Kilometer Länge. Doch dafür ist das Remstal von Remseck nach Aalen auf direktem Weg zu kurz geraten. Weitere Kriterien sind ein unverwechselbarer Name und Pauschalangebote, gute befahrbare und autofreie Radwege sowie touristische Infrastruktur und gute Anbindungen an Busse und Bahnen.

Die Maßnahmen für die ADFC-Klassifizierung seitens der 16 Kommunen laufen auf Hochtouren und werden vom Landkreis koordiniert, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Förderung nachhaltiger Mobilität ist ein zentraler Beitrag des Landkreises für die Remstal-Gartenschau – dazu gehört auch die qualitative Verbesserung der Rad- und Wanderwege“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel.

Birgit Orner, Tourismusbeauftragte des Rems-Murr-Kreises, setzt das Projekt federführend für die Remstal-Gartenschau 2019 GmbH, die 16 Kommunen und drei Landkreise am Radweg um. Unterstützt wird sie von der Kreis-Radwegekoordinatorin Karen Fischer und dem Kreisstraßenbauamt.

Über 100 Maßnahmen

Über 100 Einzelmaßnahmen am Radweg wurden und werden noch bis 10. Mai umgesetzt. Ein Beispiel für eine Aufwertung der Radverbindung ist die Schaffung von Rad-Abstellanlagen und der Ausbau der Radbrücken im Landschaftspark Talaue in Waiblingen. „Herrliche Plätze zum Verweilen in der Natur und kunstvolle Inszenierung der Landschaft, das und noch viel mehr bietet die Waiblinger Talaue. Der Remstal-Radweg ist eine wichtige Infrastruktureinrichtung, ob für Pendler oder Freizeitradler. Der Radweg ist ideal, um unser Remstal in ganzer Schönheit zu erleben“, so Oberbürgermeister Andreas Hesky.

Laut Pressemitteilung gibt es bereits zahlreiche weitere Beispiele für Verbesserungsmaßnahmen am Radweg. In Waiblingen-Beinstein, Weinstadt-Großheppach und Plüderhausen wurden Strecken direkt am Remsufer neu angelegt. In Lorch und Essingen wurde der Radweg auf attraktivere und verkehrsberuhigte Strecken verlagert. Die Stadt Fellbach – mit ihrer attraktiven Fahrradstraße – optimiert derzeit die Führung des erweiterten Remstal-Radwegs im Bereich der Bahnhofstraße.

Zahlreiche Hindernisse am Radweg wurden entfernt oder markiert und die Wegweisung wird derzeit in allen Kommunen ergänzt. Aktuell werden auch die blauen Remswellen auf dem Radweg angebracht – samt Kilometer-Angaben von Essingen bis nach Remseck. Die Markierung wurde von den Stiftungen der Kreissparkassen Waiblingen, Ostalb und Ludwigsburg gefördert, um den Remstal-Radweg als verbindende Achse der Gartenschau weiter zu stärken.

23. Juni: Eröffnung am „Tag der Region“ in Schorndorf

„Am Tag der Region werden wir den Radweg dann am 23. Juni gemeinsam im Sportpark Schorndorf eröffnen und damit ein erfolgreiches regionales Teamwork der Partner der Gartenschau präsentieren“, kündigt Thorsten Englert, Geschäftsführer der Remstal-Gartenschau 2019 GmbH, an. Der ADFC Rems-Murr organisiert Sternfahrten ab Backnang, Waiblingen, Winnenden und Schwäbisch Gmünd.


Baustellen

Auf folgenden Strecken des künftigen Remstal-Radweges befinden sich voraussichtlich noch bis Mai Umleitungen (siehe auch www.remstal-radweg.de):

Remseck: Im Bereich der Rems-Mündung Neckarrems / Brücke Fellbacher Straße muss aufgrund der Baustelle am neuen Rathaus aktuell eine Umleitung für Radfahrer über die hölzerne Remsbrücke genutzt werden.

Urbach/Plüderhausen: Umleitung für Radfahrer aufgrund des Baus des Wasserrückhaltebeckens.

Böbingen und Mögglingen: Umleitung während des Baus der Ortsumfahrung Mögglingen.