Rems-Murr-Kreis

Die Feuerwehren im Rems-Murr-Kreis funken bald digital

Digitalfunk
Andreas Schmidt aus dem Innenministerium (Mitte) übergibt Dezernent Stefan Hein (links) und Kreisbrandmeister René Wauro die BOS-Sicherheitskarten. © Landratsamt

Die digitale Funktechnik löst peu à peu den bisherigen Analogfunk ab. Nachdem im November 2019 die vollständige Ertüchtigung für die Nutzung des Digitalfunks BOS in der Integrierten Leitstelle Rems-Murr in Waiblingen erfolgte, beginnt jetzt die Migrationsphase für die Feuerwehren im Rems-Murr-Kreis. Das Landratsamt unterstützt die Kommunen und Feuerwehren im Rems-Murr-Kreis bei diesem Wechsel auf die digitale Kommunikation.

Bereits im letzten Sommer hat die Stabsstelle Brand und Katastrophenschutz des Landratsamtes zwei Online-Informationsveranstaltungen für alle Feuerwehren durchgeführt und alle wichtigen Punkte rund um die Technik und die Beschaffung der BOS-Digitalfunkgeräte erklärt.

Kommunen haben Auswahl

Die Städte und Gemeinden können sich bei ihrer Beschaffung aus sogenannten Warenkörben bedienen, die von den infrage kommenden Anbietern für die Feuerwehren zusammengestellt wurden. Seit Sommer 2020 beschaffen die ersten Kommunen des Rems-Murr-Kreises für ihre Feuerwehren BOS-Digitalfunkgeräte zur Ausrüstung von Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern.

Zum Betrieb der neuen digitalen Funktechnik werden sogenannte BOS-Sicherheitskarten (vergleichbar mit SIM-Karten im Mobiltelefon) benötigt. Das Landratsamt hat für die Kommunen die zentrale Antragstellung für die Sicherheitskarten bei der Technischen Betriebsstelle Feuerwehr/Katastrophenschutz des Innenministeriums übernommen und konnte nun rund 500 Karten in Empfang nehmen. Diese können nun durch die Kommunen nach erfolgter Umrüstung der Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser abgerufen werden.

Durch die Bereitstellung von Ausbildungsmaterial in Form von Präsentationen und die Bereitstellung von Funkgeräten unterstützt das Landratsamt die Feuerwehren auch bei der Ausbildung und Schulung auf die neue Technik. Erste Feuerwehren im Kreis nutzen bereits seit Mai dieses Jahres die digitale Funktechnik erfolgreich. Geplant ist, dass die analoge Funktechnik bis zum Jahr 2023 komplett durch die neue Technik ersetzt ist.