Rems-Murr-Kreis

"Die Sendung mit der Maus" wird 47

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"Die Maus" feiert heute Geburtstag - gealtert ist sie in all den Jahren aber nicht. © Alexander Roth

Heute vor 47 Jahren, am 7. März 1971, wurde die "Sendung mit der Maus" zum ersten Mal ausgestrahlt. Das beliebte Fernsehformat hieß zwar damals noch "Lach- und Sachgeschichten", die Maus hüpfte und flog aber auch in Folge Eins schon über den Bildschirm. Zwischen informativen Beitragen für "Fernsehanfänger" sollte sie für humorvolle Abwechslung sorgen - und tut das bis heute. 

Generationen von Kindern (und natürlich auch Erwachsenen) verfolgen seitdem die Fernsehabenteuer des orangenen Nagetiers. Erfunden hat die "Maus" die 1930 geborene Illustratorin Isolde Schmitt-Menzel. Besondere Markenzeichen ihrer Figur: Sie lässt sich keinem Geschlecht zuordnen, kann ihre Körperteile bei Bedarf beliebig verlängern oder ausreißen und allerhand Nützliches aus ihrem Bauch hervorzaubern. Außerdem ist die "Maus" berühmt für ihr Augenklimpern.

Animiert wurde die "Maus" jahrzehntelang von dem 2014 verstorbenen Schweizer Zeichentrickfilmer Friedrich Streich. Aus seiner Feder stammt auch der blaue Elefant, der sich ab 1975 zum besten und bekanntesten Freund der "Maus" entwickelte.

Christophs grüner Pullover

Neben weiteren animierten Figuren wie der Ente und dem kleinen Maulwurf stehen bei der "Sendung mit der Maus" vor allem die Moderatoren im Vordergrund. Die beiden bekanntesten sind Armin Maiwald, der das Format als Regisseur mitentwickelte, und Christoph Biermann, der 1982 zum ersten Mal mitmischen durfte. Letzter ist vor allem für seinen grünen Pullover berühmt. Dieses Markenzeichen hat einen ganz einfachen Grund: Den Zuschauern sollte bei einer der "Sachgeschichten" nicht auffallen, dass diese über mehrere Tage hinweg gedreht wurde. Deshalb zog der Moderator, der damals zwei grüne Pullover besaß, die beiden Kleidungsstücke immer im Wechsel an.

Auch Peter Lustig, der später mit "Löwenzahn" seine eigene Sendung bekam, hatte seine ersten Auftritte in der "Sendung mit der Maus". Zusammen mit dem Robotervogel Atze erklärte er dort Kindern alles rund um das Thema Technik. Das Format hieß - wie könnte es auch anders sein - "Peter und Atze". 

"Der Ball wird unter die Latte genagelt"

Vor allem Eltern schätzen die "Sendung mit der Maus" sehr, weil den Kindern dort auf leichtfüßige Art und Weise Wissen vermittelt wird. Doch neben den "Sachgeschichten" kommen natürlich auch die "Lachgeschichten" nicht zu kurz - und manchmal richten sich diese sogar eher an die Älteren. Zur WM 2014 nahmen die Verantwortlichen beim WDR die Floskeln von Fußball-Kommentatoren wörtlich, und konstruierten daraus ein Länderspiel der besonderen Art:

  

Erste barrierefreie Sendung des WDR

"Die Sendung mit der Maus" übernimmt beim Westdeutschen Rundfunk auch eine Vorreiterrolle in Sachen Inklusion: Als erstes Format des Senders ist sie komplett barrierefrei. Untertitel werden schon länger angeboten, doch seit Januar 2018 gibt es von jeder Sendung auch eine Audiodeskription-Version für Blinde und Menschen mit Sehbehinderungen. In einer Art Hörfilm beschreibt ein Sprecher, was sich auf dem Bildschirm abspielt. 

Hier kommt die Maus!

Die "Maus" ist aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Ursprünglich für Kinder konzipiert, liegt das Durchschnittsalter der Zuschauer mehreren Medienberichten zufolge irgendwo zwischen 39 und 40 Jahren. Jeder kennt sie, jeder hat sie schon einmal gesehen, ein bisschen "Sendung mit der Maus"-Wissen hat sich vielleicht sogar in dem ein oder anderen Kopf festgesetzt. Deshalb heißt es auch nach 47 Jahre noch: "Hier kommt die Maus!"