Rems-Murr-Kreis

Ein Wimmelbuch über das Remstal

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Eine Seite aus dem Wimmelbuch: Remstal-Gartenschau in Waiblingen. © Zeichnung: Christl Schlag / Quelle: Silberburg-Verlag
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Bei der Vorstellung des Wimmelbuches (von links): Claudia Bauer-Rabe (Klinikleiterin Winnenden), Dr. Christoph Ulmer (Ärztlicher Direktor Schorndorf), Klinikhase Jakob, Landrat Dr. Richard Sigel, Zeichnerin Christl Schlag und Rüdiger Müller vom Silberburg-Verlag. © Monique Michaelis / Rems-Murr-Kliniken

Winnenden/Schorndorf.
Frischgebackene Eltern im Rems-Murr-Klinikum Schorndorf und Winnenden können sich bald über ein ganz besonderes Geburtsgeschenk freuen: ein Wimmelbuch über das Remstal, auf dessen Seiten sich der Klinikhase Jakob, die Reblaus Anton, der Maulwurf Hugo und ein Fotograf versteckt haben. Das Buch soll die bisherigen Geburtsgeschenke ab Juni oder Juli ersetzen.

Illustriert wurde es von der Waiblinger Zeichnerin Christl Schlag in enger Zusammenarbeit mit den Rems-Murr-Kliniken und dem Landkreis.

„Wir freuen uns, den frischgebackenen Eltern ein so tolles Geschenk überreichen zu können und damit vielleicht schon bei den Kleinsten die Begeisterung für die eigene Heimat zu wecken“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel bei der Präsentation des Buches in der Rems-Murr-Klinik Schorndorf. Auch er hat maßgeblich an der Entstehung des Wimmelbuchs mitgewirkt und das Projekt von Anfang an gefördert.

Wichtig ist ihm vor allem, dass durch die Zusammenarbeit von Landkreis und den Rems-Murr-Kliniken bei der Entstehung des Buches deutlich wird, dass sie eng miteinander verbunden sind und zusammengehören.

Auf die Idee, nach Wimmelbüchern über den Schwäbischen Wald und über Backnang auch eines über das Remstal zu entwerfen, ist man vor allem aufgrund der in diesem Jahr stattfindenden Gartenschau gekommen. So sind auf den insgesamt zwölf Seiten alle 16 Kommunen der Gartenschau abgebildet. Für Christl Schlag als Illustratorin hat man sich vor allem deswegen entschieden, weil sie als Waiblingerin einen besonderen Bezug zum Remstal hat.

Das Wimmelbuch über das Remstal ist nicht das erste von Christl Schlag. Foto: Landratsamt

Ihr sei es aber trotzdem teilweise sehr schwergefallen, alle 16 Orte miteinander zu verbinden. „Ich musste zum Teil Orte nebeneinander zeichnen, die eigentlich nicht beieinanderliegen. Das ließ sich leider nicht vermeiden“, erläutert Christl Schlag.

Eine weitere Schwierigkeit soll das detailgetreue Zeichnen der Fachwerkhäuser auf dem Schorndorfer Marktplatz dargestellt haben. „Es hat mich fast verrückt gemacht. Ich musste nach zehn Minuten immer wieder eine Pause einlegen, bevor ich weiterzeichnen konnte“, sagt sie.

Diese Detailtreue zeigt sich nicht nur bei den Fachwerkhäusern, sondern zieht sich durch das gesamte Buch. So kann man, wenn man das Buch genau durchforstet, einige versteckte Details entdecken, wie einen Erntehelfer, der heimlich Erdbeeren isst, oder eine Ziege, die am Rock einer Frau knabbert. Wer genau hinschaut, entdeckt im Badesee sogar den Plüderhausener Bürgermeister Andreas Schaffer.

Selbsterklärend, dass man eine solche Zeichnung nicht an einem einzigen Tag fertigstellen kann. Für eine Seite benötigte Christl Schlag circa 50 Stunden, also eine ganze Wochenarbeit. Das gesamte Buch konnte sie nach ungefähr einem Jahr fertigstellen. Dass sich diese Mühe ausgezahlt hat, zeigt die Begeisterung, die das Buch bei jedem auslöst, der es in die Hand nimmt.

„Seit das Buch hier im Klinikum Einzug gehalten hat“, erzählt Claudia Bauer-Rabe, Leiterin des Klinikums Winnenden, „sind alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ganz versessen darauf, es bis auf das kleinste Detail auszukundschaften“.

Auch die auf einer Seite abgebildeten Weingärtner aus Fellbach haben sich sehr darüber gefreut, Teil eines solchen Buches sein zu dürfen, und haben bereits Plakate bestellt, die sie in ihren Räumen aufhängen möchten.

Rüdiger Müller vom Silberburg-Verlag, in welchem das Buch erscheint, erläutert außerdem, dass das Buch zwar auch ein schönes Mitbringsel für Touristen im Remstal ist, es aber doch hauptsächlich für die Menschen im Remstal gedacht ist, da es ja ihre Heimat abbildet.

Eine schöne Idee, die nicht nur bei Kindern Anklang findet.