Rems-Murr-Kreis

Einheitliche Quarantänebestimmungen im Kreis

Landratsamt Rems-Murr-Kreis Kreisverwaltung Verwaltung
Das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises in Waiblingen. © Joachim Mogck

Rems-Murr-Kreis. Als Reaktion auf die exponentiell steigenden Fallzahlen der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Kreis, haben sich der Landkreis und die 31 Städte und Gemeinde auf eine einheitliche Regelung zu Quaränteanordnungen geeignet. Das geht aus einer Pressemiteilung des Landratamtes hervor.

Die Allgemeinverfügung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft und kann auf der Homepage des Landratsamts eingesehen werden. Die wesentlichen Inhalte der Allgemeinverfügung zusammengefasst:

  • Positiv getestete Personen und deren enge Kontaktpersonen müssen eine 14-tägige Quarantäne einhalten.
  • Enge Kontaktperson ist man, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend ist. Getestet werden müssen diese Personen nur, wenn Symptome auftreten oder es sich um medizinisches oder pflegerisches Personal handelt.
  • Städte und Gemeinden ermitteln bei infizierten Personen alle engen Kontakte ab einem Zeitpunkt 48 Stunden vor Beginn der grippalen Symptome und informieren diese.
  • Wer keinen engen Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte, muss nicht in Quarantäne.
  • Die 14-tägige Quarantäne beginnt bei positiv getesteten Personen mit dem Datum des Abstrichs, bei engen Kontaktpersonen ab dem Tag des letzten Kontakts mit der infizierten Person. Bei positiv getesteten Personen darf die Quarantäne grundsätzlich 14 Tage nach dem Abstrich auf Corona beendet werden, wenn die Person bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung seit mindestens 48 Stunden ohne Symptome ist. Die Einbeziehung des Hausarztes wird hierbei empfohlen. Bei engen Kontaktpersonen endet die Quarantäne nach 14 Tagen, wenn keine grippalen Symptome aufgetreten sind. Sollten Symptome auftreten, ist der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren. 
  • Bei medizinischen Fragen wenden sich Betroffene an ihren Hausarzt. Sollte dieser nicht erreichbar sein, an die Corona-Hotline unter 07151 501-3000

Bislang folgten die Gemeinden jeweils eigenen Regelungen gegenüber positiv auf Sars-Cov-2 getesteten Personen. Nun sollen  landkreisweite einheitliche Bestimmungen für Quarantäne der Infizierten und deren Kontaktpersonen diese ersetzen. Das soll es den Städten und Gemeinden ermöglichen, noch mehr Energie in die Ermittlung von engen Kontaktpersonen zu investieren und damit einer weiteren Ausbreitung möglichst wirksam entgegentreten zu können.

Die Städte und Gemeinden hätten eine entsprechende Verfügung oder Einzelanordnungen auch weiterhin selbst treffen können, haben sich im Sinne einer wirksamen Bekämpfung des Virus aber ganz bewusst auf dieses gemeinsame und einheitliche Vorgehen verständigt.