Rems-Murr-Kreis

Freiberufler und Künstler in Sorge

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Kulturschaffenden wie Musikern und DJs brechen jetzt die Einnahmen weg. © Christine Tantschinez

Rems-Murr.
Kommunale oder mit öffentlichen Mitteln geförderte Einrichtungen wie das Kulturhaus Schwanen in Waiblingen oder die Manufaktur in Schorndorf müssen sich trotz der momentanen „Absage- und Schließungswelle“ sowie „Auftragsflaute“ wenig Sorgen um Einnahmeverluste machen. Ganz anders sieht es bei Selbstständigen oder freiberuflichen Kulturschaffenden und Dienstleistern aus – „durch die derzeitige massenhafte Absage von Veranstaltungen drohen sie über den Rand gestoßen zu werden“, heißt es im Text einer Petition. Denn für sie „greifen auch nicht die gesetzlichen Regelungen für den Verdienstausfall. Diese treffen nur zu, wenn man selbst in Quarantäne muss.“ Ziel der Petition: Bundes- und Landesregierungen sollten bei den angedachten Finanzhilfen und Unterstützungen nicht nur Unternehmen sowie deren Angestellte bedenken, sondern eben auch Freiberufler.

Mindestens bis Mitte April werde die komplette Branche mit „100 Prozent Event-Absagen“ rechnen müssen, schreibt Schmid Audio-Service, Veranstaltungstechniker aus Schorndorf, auf seiner Homepage: Das bedeutet: totaler Einnahmenstopp. „Wenn Frau Merkel oder andere Politiker und Persönlichkeiten auf Konferenzen, Tagungen und Parteitagen präsent sind, so ist unsere Branche auch immer ein Teil dessen. Mit Ingenieuren, Meistern und Fachkräften. Und professioneller Technik, deren Konzeption, Planung, Umsetzung und Betrieb.“ Aufgrund massiver Veranstaltungs-Absagen und fehlender neuer Aufträge sei die Lage in der Branche „dramatisch ernst.“ Auch die Eventtechniker fordern deshalb von der Regierung „schnelle Soforthilfen“ unter www.jetzt-sonst.de.