Rems-Murr-Kreis

Gespenster-Mord in Geradstetten

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Symbolbild. © Ramona Adolf

In einer sagenumwobenen Nacht im Oktober des Jahres 1600 geschah in Geradstetten ein aufsehenerregender Mord. So aufsehenerregend, dass er es als Volkslied in die Sammlung "Des Knaben Wunderhorn" von Clemens Brentano und Achim von Arnim schaffte.

Konrad von Degenfeld, der Grundherr zu Eybach (Geislingen an der Steige) hatte mit seinem Vetter und Freund, dem Schorndorfer Obervogt Jakob von Gütlingen, in Geradstetten gezecht. Gütlingen ging als erstes zu Bett. Weil er durch eine Kriegsverletzung die Angewohnheit hatte, betrunken oder im Affekt unberechenbar zu werden, nahm er sich allein eine Schlafkammer und auch keinen Degen mit. Degenfeld bezog später in der Nacht jedoch dieselbe Schlafkammer, was ihm zum Verhängnis wurde. Denn Degenfeld war Schlafwandler. Als Gütlingen den schlafwandelnden Degenfeld in seinem Zimmer entdeckte, hielt er ihn für ein Gespenst. Er zog Degenfelds Seitengewehr und erstach ihn damit.

Gütlingen wurde vier Tage später auf dem Marktplatz von Waiblingen mit dem Schwert hingerichtet.


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