Rems-Murr-Kreis

Gewitter über dem Remstal: Hagelschäden bei den Wengerter, umgestürzte Bäume

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Die noch weichen Wein-Triebe haben an manchen Stellen den schweren Hagelkörner nicht stand halten können. © Weingut Kuhnle
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Dicke Hagelköner nach dem schweren Gewitter am Freitagabend (26.6.2020). © Weingut Kuhnle
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Ein Baum am Aktivspielplaz Grunbach fiel dem Gewitter von Freitagnacht zum Opfer
Ein Baum am Aktivspielplaz Grunbach fiel dem Gewitter von Freitagnacht (26.6.2020) zum Opfer. © privat

Am Freitagabend zog ein schweres Unwetter über das Remstal hinweg, mit Hagel und starken Sturmböen. Besonders betroffen waren die südwestlichen Teile des Rems-Murr-Kreises. In Berglen räumte die Feuerwehr die Straße zwischen Steinach und Hößlinswart von Geröll frei. Einige Wengerter beklagen Hagelschäden. In Remshalden rückte die Feuerwehr zu mehreren Einsätzen aus: Ein Baum knickte auf ein geparktes Fahrzeug, Äste wurden von der Fahrbahn entfernt. Und in zwei Gebäuden musste Wasser abgepumpt werden. 

Hagelschäden bei den Wengertern

Das Weingut Kuhnle aus Weinstadt-Strümpfelbach berichtet von schweren Hagelkörnern, die den jungen und noch weichen Trieben schadeten. Nach Rücksprache mit Eberhard Heubach, Vorstand der Remstalkellerei, rechnen die Wengerter mit Mengeneinbußen von bis zu 30 Prozent. In den benachbarten Weinorten Stetten, Beutelsbach und Schnait seien die Auswirkungen glücklicherweise nicht so verheerend.

Hagelflieger war unterwegs

Der Hagelflieger war im Einsatz - was er aber tatsächlich bewirken konnte ist für die Wengerter im Nachgang nicht nachvollziebar. Hätte es mehr gehagelt ohne seine Silberjodid-Impfung? Oder genausoviel?

Wie sich der Hagelschaden auf das weitere Wachstum der Laubwand und somit auf die Qualitätsentwicklung auswirkt, sei zurzeit noch schwer abzuschätzen, teilen die Kuhnles weiterhin mit. 

Altstadtfeszeit = Gewitterzeit

Dass es am Freitagabend zu einem Unwetter gekommen war, war nach den tagelangen heißen Temperaturen nicht ungewöhnlich. Zumal, so wurde in den sozialen Netzwerken gewitzelt, am Freitagabend eigentlich das Waiblinger Altstadtfest hätte eröffnet werden sollen - und dass es am Altstadtfest gewittert sei so sicher wie das Amen in der Kirche.