Rems-Murr-Kreis

Großer Fahrplanwechsel bei der Bahn: Vebesserungen bei S-Bahn und Go-Ahead-Zügen

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Endlich gelieferte Go-Ahead-Züge sollen auf der  Remsbahn für Entlastung sorgen © Gaby Schneider

Am Sonntag steht der alljährliche Fahrplanwechsel im ÖPNV an. Der 13. Dezember bringt zahlreiche Verbesserungen, auf der S-Bahn, bei den Regionalbahnen und bei den Bussen. Die größte Verbesserung für den Rems-Murr-Kreis: Auf der S2 und S3 wird - wie bei den anderen S-Bahnen auch - der Viertelstundentakt auf den ganzen Tag ausgeweitet: Es besteht dann von 6 bis 20.30 Uhr ein durchgehender 15-Minuten-Takt. Weiteren Verbesserungen: Die Buslinie 211 (Waiblingen - Stetten) fährt eine Stunde länger im Halbstundentakt und auf den Linien 935 (Göppingen - Schorndorf), 332 (Hanweiler - Hertmannsweiler) sowie 393 (Backnang - Rudersberg) wurde der Linienverlauf angepasst.

„Mitten während der Corona-Krise sind die Taktverdichtung auf der S-Bahn und die Verbesserungen im Busverkehr ein starkes Signal“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Schließlich hat Corona dem ÖPNV große finanzielle Verluste zugefügt. Rund 20 Prozent weniger Fahrgeldeinnahmen stellen die Busunternehmen und auch uns als Aufgabenträger vor große Herausforderungen. Wir investieren aber ganz bewusst in den ÖPNV und in die Mobilität der Zukunft. Die flächendeckende ÖPNV-Mobilität lässt sich der Landkreis rund 28 Millionen Euro im Jahr kosten.“

Im Schülerverkehr setzt der Kreis seit den Herbstferien Verstärkerbusse. Diese werden nur bis Ende des Jahres durch das Land mit 95 Prozent gefördert. Weil Corona mit Ende des Jahres nicht vorbei sein wird. appelliert der Landkreis an das Land, sein Förderprogramm zu verlängern. Sollte dies nicht passieren, würde der Kreis auch hier einspringen müssen und die Verstärkerbusse bis Ende März aus eigenen Mitteln finanzieren.

Go-Ahead

Die verspätet angelieferten Züge können nun stark ausgelastete Züge auf den Linien RB13 (Stuttgart - Aalen - Crailsheim) und RB16 (Stuttgart - Ulm) entlasten. Außerdem wird an den Endstationen in Aalen, Geislingen und Ulm mehr Pufferzeit zwischen der Ankunft und der Abfahrt eines Zuges eingeplant. So wird verhindert, dass ein zu spät ankommender Zug seine Verspätung wieder mit auf die Rückfahrt nimmt. Um den Anschluss an die Züge der Brenzbahn in Richtung Ulm und umgekehrt zu verbessern, wurden die Abfahrtszeiten für die Brenz- und die Remsbahn entsprechend angepasst. Fahrgäste, die beispielsweise von Schwäbisch Gmünd über Aalen nach Heidenheim fahren möchten, haben nun in Aalen mehr Zeit, um von der RB 13 oder dem IRE 1 in einen Zug der SWEG (RE 57) oder einen IRE der Deutschen Bahn auf die Brenzbahn umzusteigen.