Rems-Murr-Kreis

Hasenpest in Kirchberg festgestellt

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Symbolbild. © ZVW

Bei Kirchberg wurde in der vergangenen Woche ein toter Feldhase gefunden, der an Hasenpest (Tularämie) gestorben ist. Für Hasen und andere Nagetiere ist die Bakterieninfektion sehr gefährlich. Die Tiere erkranken heftig und verenden an dem Erreger.

Das Veterinäramt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch Menschen sich mit der Hasenpest infizieren können. Dies geschieht vor allem durch den Kontakt mit toten Hasen. Die akute Tularämie ruft unter anderem starkes Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen oder Atemnot hervor.

Die Krankheit kann beim Menschen jedoch mit Antibiotika gut behandelt werden. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, tote Hasen nicht anzufassen und wildlebende Nagetiere nicht zu berühren, also nicht zu streicheln oder zu fangen.

Vor allem Jäger sollen sich beim Behandeln erlegter Hasen schützen. Tot aufgefundene Hasen sollen unter Nennung des genauen Fundorts dem Jagdpächter gemeldet werden.

Dieser kann verendet aufgefundene Tiere zur Untersuchung an das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Fellbach bringen oder über eine Sammelstelle für Tierkadaver unschädlich beseitigen. Hunde weisen eine hohe natürliche Resistenz dem Erreger gegenüber auf.


Hasenpest

Die sogenannte Hasenpest ist in ganz Europa verbreitet. In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2018 insgesamt 28 Fälle gemeldet. Im Rems-Murr-Kreis wurden auch in den Vorjahren immer wieder einzelne verendete Feldhasen gefunden, welche an Hasenpest erkrankt waren. Es ist inzwischen davon auszugehen, dass der Erreger dauerhaft in Baden-Württemberg vorkommt.
Sofern die genannten Vorsichtsmaßnahmen beachtet und verendete und wilde Tiere gemieden werden, besteht keine Gefahr, an der Hasenpest zu erkranken.