Rems-Murr-Kreis

"Heißluftdüse": Wetterdienst erwartet Hitzewelle

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Waiblingen.
Bis Samstag bleibt es gewittrig. Die Unwetterzentrale warnt vor lokalen Schauer und Gewittern mit Starkregen, es kann auch hageln und Sturmböen geben. Die Unwetterzentrale hob die Warnung für den Rems-Murr-Kreis am Donnerstag kurzfristig bis 14 Uhr auf "Violett" an, sprich: Starkregen, Hagel und Orkanböen. Im Raum Winnenden hat es denn auch ab 13 Uhr zum Teil heftig gehagelt.

Ansonsten gilt mit Stufe "Gelb" bis in die Nacht zum Freitag weiterhin nur eine Vorwarnung vor Unwettern im Rems-Murr-Kreis.

Ab Sonntag kommt dann aber die Hitze. Wie das Wetterportal wetteronline.de berichtet, zeigen die Berechnungen verschiedener Wettermodelle große Hitze für die nächste Woche. Im ganzen Land seien dann Spitzenwerte von 30 bis 35 Grad möglich. Nach einzelnen noch extremeren Berechnungen könnte es auch noch deutlich heißer werden Temperaturen um 40 Grad nicht ausgeschlossen.

Schuld ist eine Heißluftdüse: Vor allem im Süden und Osten Deutschlands bestehe um die Wochenmitte mit Luft aus Afrika das Potenzial für 40 Grad. „Dafür muss natürlich alles zusammenpassen und dementsprechend ist eine Woche im Voraus dieses Szenario noch mit großer Vorsicht zu genießen.“, erklärt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von Wetteronline, betont jedoch: „Dass es nächste Woche für einige Tage sehr heiß wird, ist allerdings ziemlich sicher.“ Zunächst aber setzt sich bei uns verbreitet deutlich angenehmere Luft durch, es gibt einen freundlichen Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern. Ab Sonntag jedoch stellt sich die Wetterlage um. „Ein Tief über dem Ostatlantik macht dann gemeinsame Sache mit einem mächtigen Hoch über dem östlichen Mittelmeer und wirft die Heißluftdüse an. Wüstenluft gelangt auf direktem Weg aus Nordafrika zu uns.“, so Habel. Hitzerekorde möglich.

Der Temperaturrekord für Juni liegt in Deutschland bei 38,2 Grad und stammt aus dem Jahr 1947. Die höchste in Deutschland je offiziell gemessene Temperatur wurde 2015 im fränkischen Kitzingen mit 40,3 Grad gemessen. Ob diese Werte kommende Woche überboten werden, ist noch unsicher. „Fakt ist: Die kommende Woche bringt uns die heißeste Luft, die in dieser Jahreszeit überhaupt möglich ist. Wenn alle meteorologischen Faktoren eintreffen, ist ein neuer Rekord keinesfalls ausgeschlossen.“, sagt Habel.

Tipp: Viel trinken! Erreicht uns im Sommer eine Hitzewelle, wird es bei der Arbeit, im Büro oder auch in der Schule ziemlich ungemütlich und ohne Klimaanlage sogar zur Qual. Es können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen, Schwindel und Ermüdung auftreten. Deshalb sollte für Kühlung gesorgt und vor allem reichlich Wasser oder Fruchtschorlen getrunken werden, um einer Dehydrierung vorzubeugen. Alkohol sollte hingegen gemieden werden, da dieser dem Körper Flüssigkeit wieder entzieht. Insbesondere kleine Kinder sowie alten und kranken Menschen wird empfohlen "über den Durst" zu trinken.