Rems-Murr-Kreis

Hitze im Rems-Murr-Kreis: So helfen Sie Haustieren und Wildtieren durch den Sommer

Hund Sommer Hitze Symbol Symbolbild Sonnenbrille
Symbolbild. © Pixabay.com/ivcakohoutova

Wenn die Temperaturen wie an diesem Wochenende die 30-Grad-Marke knacken, leiden nicht nur Menschen darunter. Die Tierschutzorganisation Peta und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) geben Tipps, wie man Haustieren und Wildtieren durch den Sommer helfen kann.

1. Ausreichend zu Trinken geben

Nicht nur beim Menschen, auch bei den Tieren steigt bei Hitze der Wasserbedarf. Tierhalter sollten dafür sorgen, dass ihre Schützlinge immer ausreichend zu Trinken bekommen. Beim Gassigehen mit dem Hund sollten sie immer eine Wasserflasche dabei haben und dem Tier regelmäßig etwas anbieten.

2. Wasserbehälter täglich wechseln

Bei Kleintieren sollten die Wasserbehälter im Sommer jeden Tag gewechselt werden, damit sich keine Bakterien im Wasser bilden beziehungsweise vermehren.

3. Kaltes Wasser nachfüllen

Aquarien oder Gartenteiche sollten bei Bedarf mit kaltem Wasser nachgefüllt werden.

4. Wasser auch für Wildtiere bereit halten

Auch Wildtiere leiden unter der Hitze. Igel, Vögel oder auch Insekten wie Bienen finden bei diesen Temperaturen nicht genug Wasser in Gärten. Wer ihnen helfen will, stellt Schalen mit Wasser nach draußen in den Garten oder auf den Balkon. Die Tränke sollte am besten an einem schattigen und ruhigen Ort aufgestellt werden. Auch hier sollte das Wasser täglich ausgetauscht werden.

Wer Wasser für Bienen aufstellt, sollte darauf achten, dass sie einen flach abfallenden Zugang zum Wasser bekommen. Hierzu eignen sich flache Wasserschälchen, die mit einigen Steinen ausgelegt werden.

Wer Vogeltränken oder Vogelbäder aufstellt, sollte beachten, dass diese nicht zum Buffet für Katzen werden. Diese sollten sich also nicht an die Tränken anschleichen können.

5. Tiere eincremen

Auch Tiere können einen Sonnebrand bekommen. Helle Hunde sollten deshalb zum Beispiel auf Ohren und Nasenspitze mit Sonnencreme eingeschmiert werden.

6. Große Anstrengungen vermeiden

Bei über 30 Grad reicht auch ein kleiner Spaziergang mit dem Hund. Am besten am Morgen und am Abend, wenn es noch kühl oder eben wieder etwas kühler ist.

7. Für Abkühlung sorgen

Generell sollte es für alle Tiere möglich sein, schnell einen Platz im Schatten zu finden. Nehmen Sie Aquarien und Käfige aus der Sonne. Hunden kann man den Spaziergang erleichtern, wenn man ihnen ein nasses Kinder-T-Shirt anzieht. Wer keines hat, kann dafür auch einen alten Kissenbezug zweckentfremden. Zuhause können nasse Handtücher beim Abkühlen helfen. Kleintiere freuen sich über ein Kühlpad oder Eiswürfel, die ihnen in ein Handtuch gewickelt ins Gehege gelegt werden. "Plastikröhren und -höhlen bieten keinen Schutz gegen Hitze. Ein Schlafhaus aus Keramik und ein Sandplatz zum Abkühlen (Sand vorher in Kühlschrank stellen) hingegen schon", so Peta. Viele Tiere lieben es außerdem, bei der Hitze zu baden, so zum Beispiel auch Ratten. Ihnen kann hierzu eine flache Wasserschale in den Käfig gestellt werden. Vögel mögen Duschen mit dem Wasserpumpsprüher für Blumen.

8. Zugang zur Wohnung für Freigänger garantieren

Katzen sollten im Sommer immer die Möglichkeit haben, zurück in die Wohnung zu gelangen, um sich dort abzukühlen. Außerdem wichtig für Katzenhalter: Gekippte Fenster nie unbeobachtet lassen. "Katzen können sich darin einklemmen und schlimmstenfalls ersticken oder sich das Genick brechen", so Peta.

9. Zugluft vermeiden

Auch wenn es zunächst kühlt: Zugluft kann bei Tieren für schmerzhafte Augenentzündungen sorgen. Nimmt man einen Hund im Auto mit, sollten deshalb die Fenster besser geschlossen bleiben. Hamster oder Meerschweinchen können sich durch Ventilatoren erkälten. Sorgen Sie dafür, dass Ventilatoren nicht in die Richtung des Käfigs wehen.

10. Nicht im Auto lassen

Hitze im Auto kann für Tiere (wie auch für Menschen) tödlich enden. Die Fahrzeuge heizen sich auch im Schatten und mit geöffnetem Fenster rasend schnell auf und werden für die Vierbeiner zur Todesfalle.