Rems-Murr-Kreis

Hochwassergefahr: So ist die Lage an der Rems

Banger Blick auf die Regenwolken_0
Das Hochwasser bei der Erleninsel in Waiblingen. © ZVW/Benjamin Büttner

Rems-Murr-Kreis.
„Mir hen a bissle a höheres Wasser“. Ganz entspannt sieht der Technische Leiter des Wasserverbandes Rems am Montag Mittag (3. Februar)  die Lage an der Rems. Hans-Peter Sieg beobachtet den Wetterradar, kann damit Entwarnung für den Montag geben, rechnet freilich für die Nacht auf Dienstag mit vermehrtem Regen. Das kann Starkregen sein. Könnte freilich auch ein ungeheurer Platzregen sein, so wie vor wenigen Jahren in Schwäbisch Gmünd. Dann müssten wirklich die Alarmglocken schrillen. Es sieht Stand Montag aber danach aus, dass Wind hinzukommt und damit die Regenwolke nicht über einen Gebiet länger stehen bleibt.

„Wachsam sein“ ist für ihn das Gebot der Stunde. Die Stauwärter für jedes einzelne Rückhaltebecken sind in Alarmbereitschaft. Überblick verschafft auch die Hochwasservorhersagezentrale. Aber noch braucht es eben diese Rückzugsflächen nicht. Sieg, der Beauftragte für die Beckensteuerung, kann damit auch verschmerzen, dass der Hochwasserschutz noch nicht vollkommen ausgebaut ist an der Rems. Das Wasserrückhaltebekcen zwischen Urbach und Plüderhausen wird erst Ende April fertig.

Die Ungewissheiten nehmen freilich zu. Auch Sieg spricht davon, dass das, was man früher ein zehnjähriges Hochwasser genannt hat, heute fast jedes Jahr auftritt. Der Klimawandel bringt die Kapriolen schiergar zuverlässig mit sich. Dass die Beckensteuerung funktioniert, das wurde erst im November bei einer Besichtigung aller Anlagen überprüft.

Aktualisierung Montag, 3. Februar, 22 Uhr: Die Pegelstände auf der Internetseite der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg sehen ganz manierlich aus. Zwischen Schwäbisch Gmünd und Waiblingen keine dramatischen Ausschläge. Und auch die Wieslauf bei Haubersbronn ist noch im grünen Bereich.

Aktualisierung Dienstag, 4. Februar, 9.30 Uhr: Die Pegelstände sind weiterhin nicht dramatisch - an der Rems haben wir nach Einordnung der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg zwar eine Hochwassersituation - aber eine, wie sie im statistischen Mittel etwa alle zwei Jahre vorkommt. Der Remspegel in Gmünd liegt aktuell bei etwa 1,40 Metern, in Schorndorf bei knapp über 2,00 Metern, in Neustadt bei rund 2,20 Metern.