Rems-Murr-Kreis

Infektionsstation am Rems-Murr-Klinikum Winnenden ist in Betrieb

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Ein Zimmer der Infektionsstation am Rems-Murr-Klinikum in Winnenden. © Gabriel Habermann

Am Rems-Murr-Klinikum Winnenden ist am Montag (08.02.) die separate Infektionsstation in Betrieb genommen worden. Der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Dr. Marc Nickel, kündigte an, dass es mit der Bündelung der Covid-Behandlungen außerhalb des Hauptgebäudes möglich wird, sukzessive wieder planbare Behandlungen aufzunehmen.

„Unsere Kliniken glichen bereits vor der Infektionsstation einem Hochsicherheitstrakt, mit Einlasskontrolle, getrennten Bereichen und strengen Hygienevorschriften. Mit der Infektionsstation werden wir diesen Schutz vor Ansteckung nochmals erhöhen“, betont der Geschäftsführer. Die neue Infektionsstation aus 32 einzelnen Modulen hat eine Gesamtlänge von rund 55 Metern, eine Höhe von 7,50 Metern. Insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Stadt und Bauplanung habe die Entstehung in Rekordzeit ermöglicht: „Es gibt in Deutschland kein vergleichbares Projekt, das so schnell umgesetzt wurde. In nur drei Monaten haben wir eine zusätzliche Station mit 72 Betten gebaut, die im Komfort und medizinischen Standard höchsten Ansprüchen genügt.“

Kliniken können ihrem Versorgungsauftrag wieder vollständig nachkommen

Angesichts sinkender Infektionszahlen und der neuen Infektionsstation können die Kliniken ihrem Versorgungsauftrag wieder vollständig nachkommen, so Dr. Nickel. „Wir können es nicht oft genug betonen: Gehen Sie zum Arzt oder in die Klinik, wenn Sie medizinische Hilfe benötigen. Je schneller wir Ihnen helfen, desto größer sind die Erfolgsaussichten bei der Behandlung.“ Der Leiter der Infektionsstation und Chefarzt der Gastroenterologie, Innere Medizin und Geriatrie, Prof. Dr. Steffen Kunsch, betont die Vorteile für die Behandlung von Corona-Patienten: „Wir können nun das Behandlungswissen aus fast einem Jahr Corona-Therapie auf einer Station bündeln und einen direkten Wissensaustausch fördern. Das wird die Versorgung der Patienten nochmals verbessern“, so Prof. Kunsch. Die direkte Anbindung an die Notaufnahme sorge zudem für kurze Wege zur Diagnostik oder zur Intensivstation. Hinsichtlich der abnehmenden Infektionszahlen sagt Prof. Kunsch, der über die Zusatzqualifikation „Infektiologie“ verfügt: „Wir können froh sein, dass die Infektionszahlen runtergehen. Aber den weiteren Verlauf kann niemand vorhersagen. Wir werden sicher noch das ganze Jahr mit Corona zu tun haben. Deswegen ist diese Station so wichtig, weil sie uns einen großen Vorteil im Kampf gegen die Pandemie bringt.“

Seit dem 1. Dezember ist Prof. Dr. Kunsch  neuer Chefarzt der Gastroenterologie, Inneren Medizin und Geriatrie am Rems-Murr-Klinikum Winnenden.

Prof. Dr. Kunsch war von 2009 bis 2014 klinischer Oberarzt der Gastroenterologie, Endokrinologie und für Infektionskrankheiten des Universitätsklinikums Marburg. Im Frühjahr 2014 wechselte er als stellvertretender Klinikdirektor des Zentrums für interventionelle Endoskopie und Sonografie an die Klinik für Gastroenterologie und gastrointestinale Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen. Seit dem 1. Dezember ist er neuer Chefarzt der Gastroenterologie, Inneren Medizin und Geriatrie am Rems-Murr-Klinikum Winnenden.