Rems-Murr-Kreis

Kohlendioxid-Ausstoß im Kreis sinkt

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Der Pro-Kopf-Ausstoß pro Einwohner an CO2 ist 2017 gesunken. © Christine Tantschinez

Rems-Murr-Kreis. Laut dem Statistischen Landesamt ist die Pro-Kopf-Emission von Kohlendioxid im Jahr 2017 im Landkreis gesunken. Mit 3,16 Tonnen je Einwohner liegt der Rems-Murr-Kreis deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 9,11 Tonnen, und sogar unter dem baden-württembergischen Landesdurchschnitt von 6,2 Tonnen*.  

Innerhalb des Landkreises liegt Winterbach mit 4,5 Tonnen an der Spitze des Pro-Kopf-Ausstoßes, Waiblingen liegt mit 3,7 Tonnen knapp dahinter. Kaisersbach dagegen weist für 2017 eine Emissionsdichte von lediglich 2,4 Tonnen pro Einwohner aus. Schorndorfer Einwohner stießen im Jahr 2017 2,9 Tonnen CO2 pro Kopf aus, Winnender und Welzheimer 2,7 Tonnen. 

Einen Überblick über die quellenbezogene Kohlendioxid-Emissionsdichte pro Gemeinde gibt es hier. 

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Ausstoß im Kreis um 0,1 Tonne. Insgesamt betrug der CO2-Ausstoß 2017 im Rems-Murr-Kreis 1344 000 Tonnen. Den Löwenanteil von 626 Kilo-Tonnen verursachen Private Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Öffentliche Kraftwerke und Industrie schlagen nur mit 125 Kilo-Tonnen zu Buche. Dagegen steigen die Emissonen durch Verkehr seit 2010 stetig an und betrugen zuletzt 592 Kilo-Tonnen, also rund 40 Prozent des Gesamtaufkommens (ohne internationalen Flugverkehr).

Wenig Kraftwerke und Industrie = weniger Emissionen

Die Landeshauptstadt Stuttgart kommt beim Pro-Kopf-Ausstoß auf 4,9 Tonnen. Hier tragen die Emmissionen aus dem Verkehrsaufkommen allerdings knapp 35 Prozent bei (1079 000 Tonnen). Je weitere 23 Prozent fallen auf Private Haushalte, Dienstleistungen und Gewerbe und 30 Prozent auf Industrie und Kraftwerke.

In 946 Gemeinden (knapp 86 %) lagen  die Emissionen je Einwohner unter dem Landesdurchschnitt. Die übrigen 155 Gemeinden Baden-Württembergs bewegten sich folglich über dem Landesdurchschnitt von 6,2 Tonnen je Einwohner, wobei die Werte zwischen 1,2 Tonnen je Einwohner und 205,2 Tonnen je Einwohner stark streuen. 

Der Hauptgrund für die breite Streuung sei laut statistischem Landesamt die starke regionale Konzentration der Emissionen aus Kraftwerken und Industrie, die landesweit durchschnittlich 2,5 Tonnen CO2 je Einwohner emittieren. In Kommunen mit sehr niedrigen CO2-Emissionen je Einwohner spielen Kraftwerke und Industrie als Sektoren keine oder nur eine unbedeutende Rolle. Umgekehrt errechnen sich vor allem an Standorten von Kohlekraftwerken überdurchschnittlich hohe Pro-Kopf -Emissionen von teils erheblich mehr als 30 Tonnen.

*(nach Quellenbilanz)