Rems-Murr-Kreis

Krippen: Eltern müssen mehr bezahlen

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Angebot mit flexiblen Öffnungszeiten: Kinderkrippe Striebelsee mit Erzieherin Tanja Hati (links) und Leiterin Steffi Prechtl. © Schmitzer / ZVW

Remshalden/Winnenden. Landauf, landab heben die Gemeinden derzeit deutlich die Beiträge an, die die Eltern für die Kinderbetreuung zahlen müssen.

Durch den Tarifvertrag 2015 sind die Kosten für einen Platz in der Krippe oder im Kindergarten gestiegen. Bisher kamen die Gemeinden für die Mehrkosten auf, während die Beiträge für die Eltern gleichgeblieben sind. Remshalden hatte allein von Juli bis Dezember 2015 einen Mehrbedarf von 70 000 Euro bei den Personalkosten. Diesen werden in Zukunft teilweise auch die Eltern mittragen müssen.

Am stärksten erhöht sich der Satz für das Modell „Drei Tage, zehn Stunden“, das heißt, eine Ganztagesbetreuung an drei Tagen die Woche. Das liegt daran, so die Verwaltung, dass diese Kinder zwar nur drei Tage in einer Einrichtung sind, aber ihre Plätze für fünf Tage blockieren, da für die restlichen zwei Tage kein anderes Kind aufgenommen werden kann.

Für einkommensschwache Familien oder Alleinerziehende gibt es die Möglichkeit, durch die Kinder- und Jugendhilfe des Landratsamts eine Übernahme der Beiträge zu beantragen.

Die Grafik zeigt, um wie viel die Beiträge in Remshalden gestiegen sind.

Die Krippen leisten viel und kosten viel

Auch in Winnenden steigen die Beiträge. Verwaltung und Gemeinderat möchten erreichen, dass die Eltern von Krippenkindern genauso wie die Eltern von Kindergartenkindern 15 Prozent der Kosten selbst tragen. Christoph Mohr von Ali erklärt: „Wir fahren in Winnenden ein gut durchdachtes Konzept, haben viel investiert, und bleiben auch nach dieser Erhöhung immer noch unter den Landesrichtsätzen.“

Bei den Kindergartenbeiträgen fällt die Erhöhung geringer aus, liegt ungefähr bei drei Prozent, also im Rahmen der gestiegenen laufenden Kosten oder anders gesagt: ähnlich wie die Gehaltssteigerungen der Erzieherinnen.

So hoch steigen die Krippenpreise im Vergleich zum Vorjahr.

So steigen die Kindergartenbeiträge im Vergleich.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Zeitungsausgabe vom Mittwoch sowie im Epaper.

Wenn Sie mehr Kinder haben

Die Kindergarten- und Krippengebühren werden ermäßigt, wenn mehrere Kinder in einer Familie sind.

Wir haben in den Grafiken nur Familien mit einem Kind aufgenommen.

Familien mit drei Kindern (unter 18) zahlen in Winnenden zum Beispiel im günstigsten Fall für die Krippe 140 Euro monatlich, bei vier Kindern sogar nur 45 Euro.