Rems-Murr-Kreis

Leutenbacher Tunnel bekommt DAB+-Empfang

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Der Leutenbachtunnel. © ZVW/Gabriel Habermann

Jetzt ist das digitale Radiosignal DAB+ auch im Leutenbachtunnel empfangbar. Die Technik in dem rund 1080 Meter langen Straßentunnel wurde im Februar modernisiert. Die Neuerung ermöglicht nicht nur ununterbrochenen digitalen Radioempfang bei der Durchfahrt durch den Tunnel. Auch Sicherheitswarnungen an die Fahrer und Empfang des digitalen Funksignals für Polizei und Rettungsdienste sind jetzt in den nachgerüsteten Tunneln möglich.

Seit Ende 2014 wird das DAB+-Netz in Baden-Württemberg kontinuierlich ausgebaut. Auf einer Fläche von knapp 97 Prozent ist mittlerweile der mobile Empfang von SWR-Radioprogrammen möglich und steht damit auf den Straßen in Baden-Württemberg weitgehend zur Verfügung. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Fahrzeuge mit einem DAB+-fähigen Autoradio zu.

DAB+ bietet mehr Radio

Durch DAB+ sind aber nicht nur mehr Radioprogramme im Tunnel empfangbar, auch der Sicherheitsaspekt spielt bei der Ausstattung eine große Rolle. Kommt es im Tunnel zu einem Ereignis, dass den Verkehr beeinflusst, werden die Autofahrer über eine Notfalldurchsage informiert. Dies ist im Zuge der Nachrüstung nicht nur in den im Tunnel ausgestrahlten UKW-Programmen möglich, sondern auch in den DAB+-Programmen.

Verkehrsminister Winfried Hermann begrüßt den Einstieg in die zukunftssichere Technik: „Modernste Technik ist die Grundlage für die Sicherheit in den Straßentunneln. Dazu zählt auch der digitale Radioempfang. Bei einem Ereignis im Tunnel ist es wichtig, die Verkehrsteilnehmerinnen und die Verkehrsteilnehmer mittels Durchsagen frühzeitig zu warnen. So wird gewährleistet, schnell auf Unfälle oder Brände reagieren zu können und somit die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern.“

Neben der Warnung und Information dient der Digitalfunk auch den Rettungskräften und der Polizei für ein sichereres Kommunizieren in und um die Tunnelbauwerke. In Baden-Württemberg werden daher auch ältere Straßentunnel mit digitalen Sendeanlagen nachgerüstet wie zum Beispiel im Leutenbachtunnel

SWR-Intendant Kai Gniffke wird in der Pressemitteiilung mit den Worten zitiert: „Starke Inhalte, überall - auch im Auto. Der SWR sorgt gemeinsam mit dem Land in den Straßentunneln mit DAB+ für technisch einwandfreies Programm und übernimmt einen Teil der Kosten. Wir ermöglichen den Hörerinnen und Hörern so unterbrechungsfreien Empfang und möchten einen wichtigen Teil zur Verkehrssicherheit beitragen.“

Regierungspräsident Wolfgang Reimer betonte: „Bei den regelmäßigen Übungen von Unfallszenarien in den Straßentunneln zeigt sich, dass die frühzeitige Information der Personen im Tunnel und eine funktionierende Funk-Struktur der Rettungskräfte innerhalb des Tunnelbauwerks Menschenleben retten. Sowohl die Selbst- wie auch die Fremdrettung werden im Brandfall durch die neuen Kommunikationseinrichtungen verbessert.“

Tunnel ab einer Länge von 400 Metern müssen laut Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) mit mind. einem UKW-Rundfunksender mit Verkehrsfunkkennung ausgestattet werden.