Rems-Murr-Kreis

Maskenkontrollen, Testkäufe, Fahndungstreffer: So lief der Sicherheitstag der Polizei

Maskenkontrolle
Hohe Polizeipräsenz am Waiblinger Bahnhof anlässlich des Sicherheitstages am Freitag. © Gabriel Habermann

Nur sieben von 750 Personen, welche die Polizei beim Sicherheitstag am Freitag ohne Mund-Nasen-Schutz in Bussen oder Bahnen erwischte, weigerten sich hartnäckig, eine Maske zu tragen. Nur diese sieben Personen erhalten eine Anzeige; bei allen anderen beließ es die Polizei bei einer Ermahnung, zumal sie sich einsichtig zeigten. Beamte des Polizeipräsidiums Aalen hatten im Zuge des Sicherheitstages am Freitag im Rems-Murr und im Ostalbkreis und in Schwäbisch Hall knapp 3200 Personen in Bussen und Bahnen kontrolliert. Einer Vielzahl von Personen sei noch immer nicht bewusst gewesen, dass die Maskenpflicht auch an Bahnhöfen und Bussteigen gilt.

Im Zuge des länderübergreifenden Sicherheitstages rückte die Polizei in der Zeit von Freitag, 6 Uhr, bis Samstag, 1 Uhr, zu einer Vielzahl verschiedener Kontrollen aus. Zwölf Fahndungstreffer verzeichnete die Polizei unter anderem. Den Fahndern lagen fünf Haftbefehle vor, von denen vier vollstreckt werden konnten und tatsächlich zwei Personen in Justizvollzugsanstalten eingeliefert wurden. Eine Person kam gegen Meldeauflage frei, eine weitere wurde aus gesundheitlichen Gründen in eine Fachklinik eingeliefert. Zudem wurden acht weitere Personen im Zuge der Kontrollen überprüft, gegen die eine Fahndungsnotierung vorlag.

16 Wohnungen durchsucht

In seiner Bilanz zum Sicherheitstag listet das Polizeipräsidium Aalen ferner 27 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, acht Verstöße gegen das Waffengesetz, 22 Verstöße gegen das Gaststättenrecht, 165 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 17 Verkehrsstraftaten auf. 35 Gramm Cannabisprodukte, sieben Gramm einer Partydroge, sechs Messer und ein Pfefferspray wurden sichergestellt. 16 Wohnungen wurden durchsucht.

„Knapp 5000 kontrollierte Personen, über 500 Fahrzeuge, an die 800 überprüfte Dokumente, zwölf Fahndungstreffer und über 1100 festgestellte Straftaten bzw. Ordnungswidrigkeiten. Das Ergebnis unserer Kontrollen spricht für sich und gibt unseren Bestrebungen, den öffentlichen Raum für unsere Bürgerinnen und Bürgern sicherer zu machen, recht“, wird Polizeipräsident Reiner Möller in der Mitteilung der Polizei zitiert. Das Polizeipräsidium Aalen hatte als eines von 13 Flächenpräsidien am länderübergreifenden Fahndungs- und Sicherheitstag teilgenommen. In 19 Stunden waren im Präsidiumsbereich, also im Rems-Murr- und Ostalbkreis sowie in Schwäbisch Hall, rund 460 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Dabei waren ferner Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz und der Bundespolizei. Zollbeamte, Mitarbeiter der Landratsämter und des Bundesamtes für Güterverkehr waren ebenfalls an den Kontrollen beteiligt.

Im Zuge von Jugendschutzkontrollen hatte die Polizei zahlreiche Testkäufe organisiert. Insgesamt fanden an 56 Verkaufsstellen Kontrollen statt. In 26 Fällen wurde den jugendlichen Testkäufern hochprozentiger Alkohol oder Tabakwaren verkauft. „Die auffällig hohe Anzahl an Verstößen zeigt, dass es als Jugendlicher vielfach immer noch zu leicht ist, an Tabakwaren und hochprozentigen Alkohol zu kommen. Obwohl die meisten Kassensysteme beim Einscannen von entsprechenden Produkten eine Warnmeldung ‘Jugendschutz’ ausgeben und in manchen Fällen sogar die Ausweise der Jugendlichen kontrolliert wurden, wurden die Produkte trotzdem verkauft“, bilanziert die Polizei.

In Aalen musste im Zuge der Kontrollen eine Shisha-Bar wegen viel zu hoher Kohlenstoffmonoxid-Belastung geschlossen werden. Messungen der Feuerwehr bestätigten die zu hohe Belastung, so dass die etwa 30 Gäste ins Freie gehen mussten und die Bar vorläufig geschlossen wurde.

Der zweite Sicherheitstag

Die Innenminister der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland haben im Juni 2019 eine Kooperation zur Bekämpfung von Straftaten im öffentlichen Raum vereinbart.Diese Vereinbarung sieht unter anderem regelmäßige Sicherheitstage vor, an welchen umfangreiche Kontrollen stattfinden und möglichst viele Bürger von Aktionen erreicht werden sollen, die der Vorbeugung von Straftaten dienen.Ziel ist, Straftaten und Sicherheitsstörungen im öffentlichen Raum zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.