Rems-Murr-Kreis

Neue Fälle von Hasenpest im Kreis

Feldhase Hasenpest Symbolbild Symbol
Nicht nur der Feldhase ist von der Hasenpest bedroht. © pixabay.com/ernie

Rems-Murr.
Auf einer Obstbaumwiese zwischen Schornbach und Buhlbronn sowie dem Weiler Streich in Berglen wurde jeweils ein schwer kranker Feldhase gefunden - und positiv auf Hasenpest (Tularämie) getestet. Das teilte das Landratsamt am Mittwoch mit.

Wie gefährlich ist die Hasenpest? 

Für Hasen und andere Nagetiere ist die Bakterieninfektion sehr gefährlich. Die Tiere erkranken und verenden an dem Erreger. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sich Hunde anstecken, sollten Hundehalter darauf achten, ihre Tiere von Wild fernzuhalten.
Menschen können sich vor allem durch den Kontakt mit toten Hasen infizieren: Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, tote Hasen nicht anzufassen und wildlebende Nagetiere nicht zu berühren, also nicht zu streicheln oder zu fangen. Dann besteht keine Gefahr, an der Hasenpest zu erkranken.

Die akute Tularämie ruft unter anderem starkes Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen oder Atemnot hervor. Die Krankheit kann beim Menschen jedoch mit Antibiotika gut behandelt werden.

Wie verbreitet ist die Krankheit?

Die sogenannte Hasenpest ist in ganz Europa verbreitet. In diesem Jahr wurden in Baden-Württemberg bisher 31 Fälle gemeldet. Es ist inzwischen davon auszugehen, dass der Erreger dauerhaft in Baden-Württemberg vorkommt. Zu beobachten ist eine saisonale Häufung der Fälle im späten Frühjahr und im Herbst.

Im Rems-Murr-Kreis wurden auch in den Vorjahren immer wieder einzelne verendete Feldhasen gefunden, die an der Hasenpest erkrankt waren. Der letzte Fund ereignete sich im September bei Kirchberg.

Ich habe einen toten Hasen gefunden - was nun?

Tot aufgefundene Tiere sollten beim Kreisjagdamt des Landratsamts Rems-Murr-Kreis unter der Nummer 07191 895-4369 oder beim örtlichen Polizeirevier gemeldet werden. Das Landratsamt bittet: Nennen Sie dabei bitte den genauen Fundort der verendeten Hasen. Der zuständige Jagdpächter kann verendet aufgefundene Hasen zur Untersuchung an das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt in Fellbach bringen oder über eine Sammelstelle für Tierkadaver unschädlich beseitigen.

Bei Fragen zum Krankheitsverlauf oder zur etwaigen Übertragung der Tularämie empfiehlt das Veterinäramt, sich an den behandelnden Tierarzt zu wenden.