Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kliniken halten Personaluntergrenzen ein

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Symbolbild. © Laura Edenberger

Winnenden/Schorndorf.
Die Rems-Murr-Kliniken haben wie viele Krankenhäuser Probleme, die gesetzlich vorgeschriebenen Personaluntergrenzen einzuhalten. Seit dem 1. Januar ist im Rahmen des Pflegepersonalstärkungsgesetzes die Personaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) in Kraft, die zunächst in vier pflegesensitiven Fachbereichen die Pflegepersonalbemessung und Fachkraftquote festlegt.

Neben der Intensivmedizin gehören dazu die Geriatrie, die Kardiologie und die Unfallchirurgie. In allen geltenden Fachbereichen halten die Rems-Murr-Kliniken die Personaluntergrenzen im Monatsschnitt ein, insbesondere in der Intensivmedizin, teilen die Kliniken auf Anfrage mit.

Dennoch sei für die Rems-Murr-Kliniken die Einhaltung der Personaluntergrenzen ebenso eine Herausforderung wie für andere Krankenhäuser. Denn der bereits bestehende Fachkräftemangel in der Pflege werde weiter verschärft, prognostizierte positive Auswirkungen verpuffen: Durch die Anhebung der Pflegefachkraftquote konzentrieren sich die Pflegepersonaluntergrenzen lediglich auf examiniertes Pflegepersonal. „Innovative Lösungsstrategien, dem Fachkräftemangel zu begegnen, bleiben unberücksichtigt und werden entsprechend nicht adäquat refinanziert“, schreiben die Kliniken.

Der Weg der Rems-Murr-Kliniken, mit einem sinnvollen Fachkräftemix und entsprechender Aufgabenteilung unterschiedliche Qualifikationen zielgerichtet in der Patientenversorgung einzusetzen, wird dadurch benachteiligt. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen bleiben die Rems-Murr-Kliniken ihrer Strategie treu und führen weiterhin verstärkte Maßnahmen zur Personalbindung, Personalentwicklung und Personalgewinnung durch.