Rems-Murr-Kreis

Restaurant-Besuch in Corona-Zeiten: Bitte habt Geduld

Restaurantbesuch Corona
Servieren in Corona-Zeiten: Ohne Hygiene- und Abstandsregeln geht nichts in der Gastronomie. Daher sollten Gäste beim Restaurantbesuch Geduld mitbringen, © NGG

Seit Montag, 18. Mai, dürfen in Baden-Württemberg die ersten Restaurants und Gastronomiebetriebe nach der wochenlangen Zwangspause wieder öffnen. Wirte rechnen mit einem enormen Ansturm, zumal auch die steigenden Temperaturen die Menschen in die Biergärten und Außengastronomie locken. Die Gewerkschaft NGG - Nahrung-Genuss-Gaststätten - bittet in dieser Hinsicht die Besucher aber auch um eine Extraportion Geduld. Denn durch die strengen Hygenievorschriften kann sich der Besuch etwas in die Länge ziehen. 

Bitte Geduld beim Sturm auf das Schnitzel 

„Einerseits soll die Gastronomie endlich wieder Genuss und Geselligkeit möglich machen. Andererseits darf die Branche unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden“, sagt Gewerkschafts-Chef Zacher dazu in einer Pressemiteilung. Bargeldloses Bezahlen, Umstellung auf Tellergerichte statt Buffet, Mundschutztragende Kellner, das alles kann unter Umständen die Wartezeiten beim Bestellen und Bezahlen verlängern. Denn „die Gastronomie muss eine ‚Portion Extra-Hygienezeit‘ einplanen. Und wer acht Stunden mit Mundschutz kellnert, sollte auch mal eine Pause mehr machen dürfen“, so Zacher.

Im Rems-Murr-Kreis beschäftigt das Hotel- und Gaststättengewerbe laut Arbeitsagentur rund 6.000 Menschen. Viele von ihnen seien auf den ersten vollen Lohn nach langer Zeit in Kurzarbeit angewiesen, so die NGG-Region Stuttgart. „Deshalb gilt jetzt erst recht: Jedes Trinkgeld tut gut.“

Viele Branchen freuen sich

Laut Angaben der NGG profitiert nicht nur die Gastronomie von den Lockerungen. Auch Bierbrauer waren zuletzt sehr gebeutelt und hoffen auf ein oder zwei Extra-Bier mehr pro Gast. Nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Brauer-Bundes haben bislang 88 Prozent aller Brauereien Kurzarbeit angemeldet. Auch Lebensmittelhersteller wollen wieder größere Mengen zuliefern. "Vom 10-Liter-Eimer Frittieröl bis hin zum Fassbier – Hotels und Gaststätten fragen jetzt wieder nach“, berichtet Zacher.